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Homeoffice senkt laut einer deutschen Studie das Bruttoinlandsprodukt

Laut einer deutschen Studie senkt das Homeoffice das Bruttoinlandsprodukt. Der Verlust beträgt rund 15 Milliarden Euro.

Der Homeoffice-Effekt könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Einschätzung der Unternehmensberatung PwC heuer um 15 Mrd. Euro senken. Die verringerten Ausgaben von Büroangestellten träfen Gastronomie, stationären Einzelhandel und den Personennahverkehr besonders hart, erklärten die PwC-Finanzexperten in München. Derzeit arbeiteten rund 30 Prozent der Angestellten in Deutschland zuhause statt im Büro.

Für das Pendeln zum Arbeitsplatz, das Mittagessen im Restaurant, Einkäufe im Büroviertel oder auf dem Arbeitsweg und für Unterhaltung gäben sie weniger Geld aus. Die direkt betroffenen Branchen verlören dadurch 5,7 Mrd. Euro Umsatz.

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Dazu kämen indirekte Effekte wie beispielsweise der geringere Energieverbrauch von Gaststätten. Das führe zu einem wirtschaftlichen Rückgang von 4,1 Mrd. Euro. Die verringerte Kaufkraft der Beschäftigten in den betroffenen Branchen schlage mit 5,1 Mrd. Euro zu Buche. Ergebnis sei ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um voraussichtlich 14,9 Mrd. Euro oder 0,3 Prozent, heißt es in der PwC-Analyse "Economic impact of Covid-19 induced Home Office".

Die Bruttowertschöpfung von Personenbeförderung, Tourismus, Reiseanbietern, Hotels und Gaststätten sei 2020 um ein Drittel gesunken und dürfte sich bis 2022 nicht auf Vorkrisenniveau erholen. Die Bruttowertschöpfung im stationären Einzelhandel dürfte nach einem Rückgang um 8,6 Prozent im Vorjahr heuer um 4 Prozent steigen. "Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Unterhaltungsbranche", schrieben die PwC-Analysten.

Künftig dürften flexible Arbeitsmodelle vorherrschen. "Es ist davon auszugehen, dass viele Unternehmen mit Blick auf den Wissenstransfer und Zusammenhalt der Belegschaft auf hybride Lösungen setzen werden. Dadurch können auch vom Bürobetrieb abhängige Branchen mittelfristig auf eine Erholung der Umsätze hoffen", sagte PwC-Projektleiter Thorben Wegner.