APA - Austria Presse Agentur

Hunderte mit Atembeschwerden nach Sandstürmen im Irak

Infolge der derzeit im Irak wütenden Sandstürme sind Hunderte Menschen wegen Atembeschwerden und Erstickungsgefahr in Krankenhäusern behandelt worden. Mindestens 1.850 Fälle wurden offiziell registriert, meldete die staatliche Nachrichtenagentur INA am Donnerstag. Trotz anderslautender Gerüchte in den sozialen Medien laufe der Flugverkehr aber trotz des Sturms weiter, berichtete INA unter Berufung auf die zivile Luftfahrtbehörde weiter.

In dem Land toben schon seit Tagen heftige Sandstürme. Fotos im Netz zeigen Orte, die in gelbe und orange Dunstglocken gehüllt sind. Im Irak gibt es immer wieder Sandstürme. Vor allem im Sommer kommt es im Wüstengebiet zu starken Nordwestwinden, die über die Auen der Flüsse Tigris und Euphrat wehen.

Der Irak hat aber auch vermehrt mit Trockenheit zu kämpfen. Im vergangenen Jahr erlebte das Land eine der schlimmsten Dürren in Jahrzehnten. Schuld ist neben dem Klimawandel auch eine verfehlte Wasserpolitik. Die Staubpartikel der Stürme verschlechtern die Luftqualität deutlich. Das Land rechnet laut Meteorologen auch in den nächsten Monaten mit Sandstürmen.