Iran stellte neue Mittelstreckenrakete vor

Die Rakete vom Typ Khoramshahr soll 2.000 Kilometer weit fliegen
Irans Streitkräfte haben eine neue Mittelstreckenrakete vorgestellt. Die ballistische Rakete mit dem Namen "Festung" soll Ziele in einer Entfernung von bis zu 2.000 Kilometern treffen können, wie Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna am Donnerstag berichtete. Die Rakete ist demnach die vierte Version vom Typ Khoramshahr und soll mit einem 1,5 Tonnen schweren Sprengkopf ausgerüstet werden können.

Mit der Reichweite könnte die Rakete grundsätzlich Ziele in Israel, dem Erzfeind der Islamischen Republik, treffen. Eine Reaktion aus Israel gab es zunächst nicht.

Der Raketentyp Khoramshahr ist nach der gleichnamigen iranischen Hafenstadt benannt, die große Zerstörungen im Ersten Golfkrieg zwischen dem Irak und Iran (1980-1988) erlitten hat.

Der Westen sieht im iranischen Militär- und Raketenprogramm eine Gefahr für den Nahen Osten und die Golfregion. Die Führung in Teheran weist das zurück und behauptet, dass es in erster Linie der Verteidigung des Landes oder zivilen Zwecken diene. Es gibt aus dem Iran jedoch immer wieder Drohungen gegen Israel, einige Politiker sprechen dem Land das Existenzrecht ab. Israel sieht im Atom- und Raketenprogramm des Irans seine größte existenzielle Bedrohung.

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