APA - Austria Presse Agentur

Island muss sich auf weiteren Vulkanausbruch einstellen

Der Nordatlantik-Insel Island könnte bald der nächste Vulkanausbruch bevorstehen. Die nationale Wetterbehörde Vedurstofa warnt davor, dass die Wahrscheinlichkeit einer Eruption auf der Reykjanes-Halbinsel gestiegen sei und diese bereits in den nächsten beiden Wochen oder möglicherweise schon in Tagen geschehen könnte. Erst Mitte Jänner hatte es auf der Halbinsel südwestlich von Reykjavik einen heftigen Ausbruch gegeben, bei dem glutrote Lava aus länglichen Erdrissen strömte.

Dabei wurden erstmals seit knapp einem halben Jahrhundert auf Island auch wieder Häuser von den Lavamassen zerstört. Nach Angaben der Wetterbehörde deuten auf GPS-Daten basierende Berechnungsmodelle darauf hin, dass sich schätzungsweise 6,5 Millionen Kubikmeter Magma unterhalb des Gebiets Svartsengi gesammelt haben. Dieser Einschätzung zufolge werde das Magma bald dasselbe Volumen erreichen wie beim Ausbruch im vergangenen Monat, teilte die Behörde am Donnerstagabend mit.

Der Zeitrahmen für die nächste Eruption könne somit innerhalb von zwei Wochen oder womöglich Tagen liegen. Die Risikobewertung für den geräumten Küstenort Grindavík bleibe unverändert: Weiterhin gelte für den Ort eine beträchtliche Gefahr.