Israel gedenkt Opfern des Holocaust und jüdischem Widerstand

Israels Ministerpräsident Netanyahu bei der Kranzniederlegung
Israel hat am Dienstag des jüdischen Widerstands und den während des Holocaust sechs Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden gedacht.

Landesweit heulten am Vormittag zwei Minuten lang die Sirenen. Auf den Straßen blieben die Autos stehen, Passantinnen und Passanten verharrten in stillem Gedenken. Der Tag Jom Ha-Shoah wird in Israel seit 1951 begangen. 

Zentrale Gedenkfeier in Warschau

Heuer wird besonders an den jüdischen Aufstand gegen die deutschen SS-Truppen im Warschauer Ghetto erinnert, der am 19. April 1943 begann. Der verzweifelte Kampf gegen die zahlenmäßig weit überlegenen Deutschen endete rund vier Wochen später. Nur wenige Warschauer Juden überlebten die Niederschlagung durch die deutschen Truppen. Am Mittwoch wird der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der zentralen Gedenkfeier in Warschau eine Rede halten.

Die deutschen Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer ermordeten während der Nazi-Herrschaft (1933 bis 1945) nach Schätzungen etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden. In Israel leben nach offiziellen Angaben noch 147 199 Holocaust-Überlebende.

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