APA - Austria Presse Agentur

Israel: "Nahkämpfe" in Khan Younis im Gazastreifen

Die israelische Armee hat seinen Militäreinsatz gegen Hamas-Ziele in der Stadt Khan Younis im Süden des Gazastreifens eigenen Angaben zufolge fortgesetzt.

Die Armee sei in "Nahkämpfe" in der Stadt verwickelt, erklärte das Militär am Dienstag. Der Einsatz werde insbesondere in den westlichen Vierteln weitergeführt. Israel vermutet in Khan Younis Verstecke hochrangiger Funktionäre der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas sowie von ihr verschleppte Geiseln.

Das von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium im Gazastreifen erklärte unterdessen, seit dem Vortag habe es 107 Tote gegeben.

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Hamas-Großangriff im Oktober

Den Krieg im Gazastreifen ausgelöst hatte der beispiellose Hamas-Großangriff auf Israel am 7. Oktober. Israelischen Angaben zufolge hatten Kämpfer der von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften Hamas und weiterer militanter Palästinensergruppen etwa 1.160 Menschen getötet, darunter viele Zivilistinnen und Zivilisten. Rund 250 Menschen wurden zudem als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israelischen Angaben zufolge sind 132 Geiseln noch immer im Gazastreifen, 28 von ihnen sollen tot sein.

Als Reaktion auf den Angriff startete Israel einen massiven Militäreinsatz in dem Palästinensergebiet. Nach jüngsten Hamas-Angaben, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden seit dem Beginn der israelischen Offensive 27.585 Menschen im Gazastreifen getötet.

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US-Außenminister Antony Blinken setzte indes seine Nahost-Reise fort und traf in Ägypten ein. Als weitere Stationen waren Katar - wie Ägypten ein Vermittlerland -, Israel und das Westjordanland geplant.

Im Vorfeld hieß es vom US-Außenministerium, Blinken werde "seine diplomatischen Bemühungen fortsetzen, um eine Einigung zu erzielen, die die Freilassung aller verbleibenden Geiseln sicherstellt und eine humanitäre Pause beinhaltet, um eine nachhaltige und verstärkte Bereitstellung humanitärer Hilfe für Zivilisten im Gazastreifen zu ermöglichen".