APA - Austria Presse Agentur

Israels Präsident "glücklich" über österreichische Regierung

Der israelische Präsident Reuven Rivlin hat sich bei einem Treffen mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen "glücklich" über die neue türkis-grüne Regierung in Österreich gezeigt. Rivlin erklärte nach Angaben der Präsidentschaftskanzlei bei dem bilateralen Gespräch am Freitag in Jerusalem, dass "alle Regierungsmitglieder bei ihm herzlich willkommen sind".

Die FPÖ-Minister der türkis-blauen Regierung waren von Israel boykottiert worden. Auch die parteilose, aber von der FPÖ nominierte, Außenministerin Karin Kneissl wurde nicht empfangen.

Der israelische Präsident bedankte sich außerdem bei Van der Bellen für dessen Teilnahme an der internationalen Gedenkveranstaltung für die Holocaust-Opfer am Vortag in der Gedenkstätte Yad Vashem. Dabei habe Rivlin betont, wie wichtig der Kampf gegen den Antisemitismus sei, hieß es. Der Bundespräsident lobte seinerseits den Gedenkakt zum 75. Jahrestag der Befreiung des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz als "historischen Moment".

Thema des Treffens war laut Präsidentschaftskanzlei auch der neue Nahost-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump, der in wenigen Tagen präsentiert werden soll. Details dazu vom Gespräch zwischen Van der Bellen und Rivlin wurden aber nicht bekanntgegeben.

Das Treffen mit dem israelischen Staatsoberhaupt war der letzte Programmpunkt auf der dreitägigen Reise Van der Bellens nach Israel. Zuvor besuchte der Bundespräsident am Freitag noch die zweisprachige "May Rayne Hand-in-Hand-Schule" in Jerusalem und das Israel Museum, wo er die 2000 Jahre alten Qumram-Rollen besichtigte. Gespräche mit palästinensischen Vertretern standen keine am Programm.

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