APA/GEORG HOCHMUTH

Italiens Regierung überlegt 2G-Pflicht am Arbeitsplatz

Die italienische Regierung prüft die Einführung einer 2G-Pflicht für alle ArbeitnehmerInnen.

Damit werden Personen, die nicht gegen Covid-19 geimpft oder genesen sind, vom Arbeitsplatz ausgeschlossen, sagte Gesundheitsstaatssekretär Andrea Costa am Montag. Es wird erwartet, dass die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi bei einer Kabinettssitzung am Mittwoch neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus beschließen wird.

"Die Ausweitung des Super Green Passes auf alle Arbeitsplätze kann dazu beitragen, die fünf Millionen Ungeimpften in Italien zu überzeugen", sagte Costa in einem TV-Interview. Der Super Green Pass, der nachweist, dass eine Person gegen das Coronavirus geimpft ist oder sich in den letzten sechs Monaten davon erholt hat, ist für fast alle Freizeit-, Gesellschafts- und Sportaktivitäten in Italien erforderlich. Für den Zugang zu Arbeitsplätzen ist derzeit jedoch nur eine Basisform des Gesundheitspasses erforderlich, die ungeimpfte Personen durch einen negativen Test auf Covid-19 erhalten können. Ein auf diese Weise erworbener Grüner Pass ist nur 48 Stunden gültig.

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"Es gibt eine anhaltende Debatte innerhalb der Regierungsmehrheit, aber ich bin zuversichtlich, dass Ministerpräsident Draghi erneut einen Konsens erreichen wird und der Super Green Pass ausgedehnt wird. Dies ist notwendig, um eine Reihe von Widersprüchen aufzulösen, wie zum Beispiel den, dass ein Kunde, der einen Kaffee trinkt, den Super Green Pass haben muss, aber nicht die Angestellten des Cafés", so Costa.

In Italien hat in den letzten Wochen die Zahl der Infektionen stark zugenommen. 2,5 Millionen Personen befinden sich in Zwangsisolierung, weil sie sich am Coronavirus infiziert, oder, weil sie mit positiv getesteten Personen in Kontakt gekommen sind.