APA - Austria Presse Agentur

Italien feiert "Tag der Republik" im Corona-Modus

Komplett anders als gewohnt hat Italien am Dienstag seinen Nationalfeiertag, den "Tag der Republik", begangen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die traditionelle, prunkvolle Militärparade auf den Kaiserlichen Foren in Rom aus Sorge um neue Ansteckungen abgesagt.

Stattdessen ging der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella allein zum riesigen, "Altar des Vaterlands" genannten Einheitsdenkmal an der Piazza Venezia in Rom, und ließ einen Kranz niederlegen. Begleitet wurde Mattarella von Ministerpräsident Giuseppe Conte und den Parlamentspräsidenten Roberto Fico und Maria Elisabetta Alberti Casellati.

"Wir begehen den Nationalfeiertag in einer besonders schwierigen Zeit für unser Land, das für den Neubeginn nach dem dramatischen Covid-19-Notstand hart arbeiten muss", erklärte Mattarella in einem Schreiben anlässlich des Nationalfeiertags.

Der Präsident verließ nach der Kranzniederlegung Rom und reiste nach Codogno, der lombardischen Kleinstadt, in der die Coronavirus-Epidemie in Italien Ende Februar seinen Ausgang nahm. In Codogno war am 20. Februar der erste Covid-19-Infizierte Italiens gemeldet worden. Die 50.000-Einwohner-Stadt südlich von Mailand war bereits Ende Februar zur Sperrzone erklärt worden, drei Wochen bevor in ganz Italien die Ausgangssperre verhängt wurde.

Am 2. Juni feiert Italien die Gründung der Republik im Jahr 1946. Am 2. Juni 1946 entschieden sich die Italiener per Referendum für die Republik und setzten damit der Monarchie des Königshauses Savoyen ein Ende. Bei dem Referendum durften erstmals auch Frauen wählen. Ihre Stimmen waren für das Ergebnis entscheidend.

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