Italien plant Helmpflicht und Nummernschild für E-Scooter

Überlegungen für mehr Sicherheit nach tödlichen Scooter-Unfällen
Nach mehreren tödlichen Unfällen will man in Italien strenger mit E-Scootern umgehen. Verkehrsminister Matteo Salvini plant, eine Helmpflicht einzuführen. E-Roller sollen künftig zudem mit Nummernschildern ausgestattet sein. "E-Tretroller flitzen sogar mit bis 70 Stundenkilometern. Es benötigt Regeln auf den Straßen und auf den Gehsteigen", sagte der Verkehrsminister im Interview mit dem Radiosender RTL 102.5 am Dienstag.

Zugleich will sich Salvini für Kampagnen für die Verkehrssicherheit in den Schulen einsetzen. Die Zahl der E-Tretroller hat in Zeiten der Pandemie in Italien stark zugenommen. Viele mieden die öffentlichen Verkehrsmittel, in denen strenge Regeln eingehalten werden müssen, und setzen daher auf diese Art der Mobilität. Dabei kam es zuletzt wiederholt zu Unfällen mit den Elektro-Gefährten.

Der E-Tretroller-Betreiber Helbiz will die Nutzerinnen und Nutzer in Rom davon abhalten, ihre Roller an ungeeigneten Orten abzustellen, und hat ein neues Strafgeldsystem eingeführt: Für Missachtung der Straßenverkehrsordnung und der Nutzungsbedingungen drohen Strafen bis zu 30 Euro. Wer E-Roller benutzt, muss dem Betreiber danach ein Foto als Beweis schicken, dass der Scooter vorschriftsmäßig abgestellt worden ist.

Die Stadt Rom hat seit Jänner die Lizenzen für Gesellschaften, die diese Fahrzeuge anbieten, von sieben auf drei reduziert. Die Zahl der E-Tretroller in der Stadt wurde damit von 14.500 auf 9.000 verringert. 3.000 davon verkehren im Stadtkern.

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