APA - Austria Presse Agentur

Johnson-Berater Cummings geht wohl straffrei aus

Der engste Berater des britischen Premierministers Boris Johnson, Dominic Cummings, geht wegen seiner Verstöße gegen die Ausgangssperre wohl straffrei aus.

Die Polizei erklärte am Donnerstag, Cummings habe wohl gegen Corona-Regeln verstoßen, als er mit seiner Frau und seinem Sohn ein Schloss in der Nähe seines Elternhauses besucht habe. Sie werde deswegen aber keine rechtlichen Schritte einleiten.

Es handle sich um einen geringfügigen Verstoß gegen die Vorschriften, weil Cummings die Abstandsregeln eingehalten habe. Ein Regierungssprecher erklärte, damit sei der Fall abgeschlossen.

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Cummings war Ende März mit seiner an dem Coronavirus erkrankten Frau und seinem Sohn im Auto 400 Kilometer weit durch England nach Durham zu seiner Familie gefahren und hatte dort den Ausflug zu dem Schloss unternommen. Das hatte eine heftige Debatte ausgelöst. Auch Abgeordnete der regierenden Konservativen sprachen sich für einen Rücktritt Cummings aus.

In England, das besonders stark von dem Coronavirus betroffen ist, soll die Epidemie ab Donnerstag mit vermehrten Tests und der Rückverfolgung von Kontakten unter Kontrolle gehalten werden. Alle, die Infizierten nahe gekommen sind, sollen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben, selbst wenn sie keine Symptome einer Covid-Erkrankung zeigten.

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Auf die Frage, warum sich die Bevölkerung an die Regelungen halten soll, die Cummings offenbar missachtet hatte, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock der BBC: "Die große Mehrheit der Menschen wird verstehen, dass dies im Interesse der Allgemeinheit ist." Mit dem Nachverfolgungssystem bereitet sich Großbritannien auf eine Wiederbelebung der Wirtschaft ab Anfang Juni vor.

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