APA - Austria Presse Agentur

Klima-Demo - Tausende demonstrierten in Wien mit Thunberg

Klimaaktivistin Greta Thunberg hat am 31. Mai in Wien neuerlich für einen lauten Aufschrei für mehr Klimaschutz gesorgt. Tausende Menschen folgten dem Aufruf der 16-jährigen Schwedin, sich gemeinsam mit ihr an dem Schulstreik des Wien-Ablegers der "FridaysForFuture"-Bewegung zu beteiligen. Thunbergs Rede stand bei der Abschlusskundgebung auf dem Programm.

Dem Aufruf folgten aber nicht nur Schüler, sondern Menschen quer durch alle Altersgruppen. Auch Familien nutzten den Tag, um sich für mehr Klimaschutz einzusetzen. Die Demonstranten kamen wieder mit jeder Menge Plakaten, auf denen etwa "Es gibt keinen Planet B" oder "Make the climate great again" zu lesen war. Einige hatten sich auch als Biene, Eisbär oder Einhorn verkleidet. Eine genaue Schätzung war Anfangs laut Polizei schwer möglich, sie sprach aber von "einigen tausend Teilnehmern".

Sammelpunkt war um 11.55 Uhr auf dem Wiener Heldenplatz, hier standen Statements von Aktivisten und der "Scientits 4 Future" auf dem Programm. Die Redner forderten vor allem ein stärkeres Vorgehen der Politik gegen den Klimawandel und gegen das Aussterben "einer Million Tier- und Pflanzenarten". Zudem sollte das 1,5 Grad-Ziel unbedingt eingehalten werden, da diese Erwärmung "das Maximum ist, das der Planet ertragen kann", so "FridaysForFuture". In den kommenden zehn Jahren müssten dafür "beispiellose Umweltschutzmaßnahmen getroffen werden".

"Thunberg ist eine Inspiration für uns alle"

"Ich bin wirklich froh, dass wieder so viele gekommen sind. Greta Thunberg ist eine Inspiration für uns alle", sagte Mitorganisator Johannes Stangl der APA. Die große Teilnehmerzahl sei auch ein Zeichen für die künftige Regierung. "Umweltschutz ist nicht verhandelbar", unterstrich Stangl.

Unter lautstarken Forderungen wie "There is no future on a dead planet" oder "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr die Natur versaut" ging der Demozug dann über den Ring zum Schwarzenbergplatz, wo Thunberg am Nachmittag eine Rede halten sollte.

Thunberg begann im August 2018 damit, vor dem Parlament in Stockholm für einen stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu protestieren. Ihr "Schulstreik fürs Klima" fand Tausende Nachahmer in aller Welt, die 16-Jährige selbst wurde zum Gesicht der internationalen Klimaschutzbewegung.

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