APA - Austria Presse Agentur

Reaktionen auf Kurz-Rücktritt: Kogler will Koalition fortsetzen

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat Samstagabend in einer Aussendung den Rücktritt von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) begrüßt, die weitere Vorgangsweise aber noch nicht fixiert.

Allerdings stehen die Zeichen auf eine Fortsetzung auf Türkis-Grün. Denn Kogler schreibt zum Rückzug des Kanzlers: Er halte diesen "für den richtigen Schritt für eine zukünftige Regierungsarbeit in der Verantwortung für Österreich und das Ansehen Österreichs im Ausland".

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Außerdem kündigte der Grünen-Chef an, am Sonntag das Gespräch mit dem als Kanzler vorgeschlagenen Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) zu suchen. Vorschuss-Lorbeeren gibt es bereits. Die Zusammenarbeit mit Schallenberg sei bisher sehr konstruktiv gewesen.

Reaktionen der Opposition

"Kurier" berichtet zudem von Statements von Rendi-Wagner (SPÖ) und Meinl-Reisinger (NEOS). Der Bundespräsident wolle sich am Sonntag dazu äußern.

Pamela Rendi-Wagner gab ihre Bedenken bezüglich der bestehenden Regierung an: Es habe sich wenig geändert, da der "innerste Zirkel immer noch in der Regierung" sei. Damit dürften unter anderem der mögliche neue Bundeskanzler Alexander Schallenberg und Elisabeth Köstinger (beide ÖVP) gemeint sein. Es liege nun an der Koalitionspartei, den Grünen, "ob ihnen der Austausch eines Kopfes reicht."

"Es wird so keinen Neustart geben. Unser schönes Österreich hat besseres verdient", meint Beate Meinl-Reisinger. Kurz säße als ÖVP-Klubobmann noch immer am Machthebel, obwohl ihrem Verständnis nach auch Klubobleute "untadelige Personen" sein müssten.