APA - Austria Presse Agentur

Krisentreffen zu Iran-Atomdeal in Wien

Inmitten der von den USA ausgelösten Krise um das 2015 abgeschlossene internationale Atomabkommen finden am Freitag in Wien Gespräche zwischen den verbliebenen Vertragspartnern statt. Die Vizeaußenminister des Iran und der sogenannten 4+1 Gruppe - Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland - wollen dabei einen möglicherweise letzten Versuch zur Rettung des Atomdeals unternehmen.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hatte erklärt, dass die fünf verbliebenen Vertragspartner nur bis zum 7. Juli Zeit hätten, das Wiener Atomabkommen von 2015 vertragsgerecht umzusetzen. Sonst werde der Iran die zweite Phase seines Teilausstiegs aus dem Deal beginnen. Rouhani geht es insbesondere um die wirtschaftlichen Vorteile des Abkommens für den Iran, die nach dem Ausstieg der USA und den amerikanischen Sanktionen nicht mehr realisiert werden konnten.

Der Iran hatte vor kurzem angekündigt, die unter dem Atomdeal zulässige Menge - 300 Kilogramm - niedrig angereicherten Urans zu überschreiten und damit erstmals gegen das Atomabkommen verstoßen. Das ist nach Angaben von Diplomaten vorerst aber nicht geschehen. In der zweiten Phase des Teilausstiegs will der Iran die Beschränkung der Urananreicherung aufheben und Uran höher anreichern als die im Abkommen vereinbarte Obergrenze von 3,67 Prozent. Das wäre nach Meinung von Beobachtern das Ende des Wiener Abkommens.

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