Demo in Wien: Essenszusteller:innen in Wien, Linz und Salzburg gehen auf die Straße um zu demonstrieren.

APA/ROLAND SCHLAGER / ROLAND SCHLAGER

Foodora-Demo zugestellt: Bessere Bedingungen gehören geliefert!

Freie Dienstnehmer von Foodora halten "Radl-Demo" in Wien ab, in Linz und Salzburg werden Kundgebungen abgehalten.

Fahrradbot:innen demonstrieren am Dienstag erneut für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld. Freie Dienstnehmer:innen von Foodora (früher mjam) wollen einen Radl-Demozug vom Klimaministerium zum Arbeitsministerium in Wien abhalten. Sie fordern von der Regierung bessere Rahmenbedingungen für sie und ihre "Green Jobs". Vor Lieferando-Standorten in Linz und Salzburg finden zudem ab Mittag Betriebsversammlungen und Kundgebungen statt.

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Wo demonstrieren die Lieferant:innen?

Radl-Demo der freien Dienstnehmer:innen von Foodora in Wien:
Treffpunkt um 9.30 Uhr vor dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Radetzkystraße 2, 1030 Wien

Demostart um 9:50 Uhr zum Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft
Stubenring 1, 1010 Wien; Abschlusskundgebung ab 10:10 Uhr mit u.a. vida-Vorsitzendem Roman Hebenstreit

Betriebsversammlung und Protestkundgebung in bzw. vor den Lieferando Hubs in Linz und Salzburg:
Beginn: jeweils um 13 Uhr
Stelzhamerstraße 2, 4020 Linz
Gabelsbergerstraße 29, 5020 Salzburg

Auch im Oktober letzten Jahres gab es in Wien eine koordinierte Protestaktion zur Mittagszeit.

Bereits vorige Woche gab es in mehreren Landeshauptstädten Warnstreiks, bei denen Radlerinnen und Radler der Speisenlieferdienste Lieferando und Foodora für einige Stunden ihre Arbeit niederlegten. Grund sind KV-Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden. Nach vier KV-Verhandlungsrunden lag das Angebot der Arbeitgebenden laut Gewerkschaft weiter bei 5,8 Prozent. "Das deckt nicht einmal die von der Gewerkschaft geforderte rollierende Inflation in Höhe von 8,7 Prozent ab", so die Kritik der Arbeitnehmervertreter.

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Nur etwa die Hälfte der insgesamt rund 4.000 bis 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Branche sind über den Kollektivvertrag angestellt. Viele sind als freie Dienstnehmer:innen beschäftigt. Aber: "Erfahrungsgemäß hebt eine Lohnerhöhung im KV auch die Einkommen der über 2.000 freien Dienstnehmer:innen an", sagt Toni Pravdic, KV-Verhandlungsleiter der Gewerkschaft vida.