APA - Austria Presse Agentur

Lupita Nyong'o wird Jury-Präsidentin der Berlinale

Die künftige Leitung für die Internationalen Filmfestspiele Berlin bekommt ein Gesicht. Die neue Spitze soll an diesem Dienstag bei einer Pressekonferenz präsentieren werden.

Zuvor tagt der Aufsichtsrat der für die Berlinale zuständigen Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin (KBB). Am Montag gab die Pressestelle bekannt, dass die kenianische Schauspielerin Lupita Nyong'o die Jury des kommenden Berlinale-Hauptwettbewerbs leitet. 

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Nyong'o arbeitet auch als Regisseurin, Produzentin und Autorin

"Lupita Nyong'o verkörpert, was wir am Kino lieben: die vielseitige Herangehensweise an verschiedene Projekte, die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen und zugleich eine Konsistenz, die in ihren Rollen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, deutlich sichtbar wird", ließ das Berlinale-Leitungsduo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian wissen. Die 40-jährige Oscar-Preisträgerin ist aus "12 Years a Slave" und den "Black Panther"-Filmen bekannt. Sie arbeitet auch als Regisseurin, Produzentin und Autorin.

Deutschlands Kulturstaatsministerin Claudia Roth hatte angekündigt, die Berlinale solle künftig nur noch von einer Person geleitet werden als Nachfolge für das bisherige Führungsduo aus Chatrian und Rissenbeek. Chatrian zog daraufhin Konsequenzen und kündigte an, das Festival nach der Ausgabe 2024 zu verlassen. Rissenbeek hatte bereits zuvor ihr Ausscheiden angekündigt. Roth will die internationale Bedeutung der Filmfestspiele halten. Die Berlinale soll nach ihrer Vorstellung mit Cannes, Venedig oder Toronto in einer Liga spielen.

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Für die Nachfolge war eine Kommission unter Vorsitz von Roth auf der Suche nach einer geeigneten Person. Mit dabei waren auch Regisseur und Oscar-Preisträger Edward Berger ("Im Westen nichts Neues"), die Geschäftsführerin der Deutschen Filmakademie Anne Leppin, die Schauspielerin Sara Fazilat oder der Produzent Roman Paul. Zahlreiche Filmschaffende hatten Roth in Zusammenhang mit dem geplanten Führungswechsel kritisiert.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals. Die nächste Ausgabe ist vom 15. bis zum 25. Februar 2024 geplant.