Luxemburg-Premier nach EU-Gipfel positiv auf Corona getestet

Bettel am ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel
Kurz nach dem EU-Gipfel ist Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Bettel begab sich nach dem Test für zehn Tage in Quarantäne, wie seine Sprecherin am Sonntag sagte. Der 48-Jährige, der bisher nur einmal mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft wurde, hatte am Donnerstag und Freitag noch am EU-Gipfel teilgenommen. 

Nach Angaben seiner Sprecherin wurden die 26 anderen Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), aber nicht als Kontaktpersonen eingestuft. Auch der 34-jährige Kurz wurde erst vor drei Wochen zum ersten Mal mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft.

Hygienemaßnahmen seien eingehalten worden

"Keiner der Staats- und RegierungschefInnen steht auf der Liste der engen Kontakte des Ministerpräsidenten", sagte Bettels Sprecherin. In Luxemburg gilt als enger Kontakt, wenn mindestens 15 Minuten lang ohne Schutzmaßnahmen wie Maske oder Mindestabstand Kontakt zu einem Infizierten bestand. Beim EU-Gipfel seien die Hygienemaßnahmen eingehalten worden, sagte die Sprecherin.

Bettel leidet den Angaben zufolge unter leichten Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen, wird seine Arbeit aber im Homeoffice fortsetzen.

Beim EU-Gipfel hatte Bettel zu den Wortführern des Widerstands gegen das ungarische "Pädophilengesetz" gezählt. "Ich bin nicht eines Tages aufgestanden und einfach zum Schwulen geworden, nur weil ich eine Anzeige gesehen habe", zerpflückte er das vom ungarischen Premier Viktor Orban vorgeschobene "Jugendschutz"-Argument für das Gesetz, das Informationen über Homosexualität untersagt. Es sei "inakzeptabel", die Themen Pädophilie, Pornographie und Homosexualität zu vermischen, betonte der mit einem Mann verheiratete liberale Politiker.

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