APA - Austria Presse Agentur

Macron sucht vor dem EU-Gipfel das Gespräch mit verschiedenen EU-Partnern

Vor dem Sondergipfel zum EU-Spitzenpersonal in Brüssel sucht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das Gespräch mit verschiedenen europäischen Partnern.

So habe er sich am Abend der Europawahl mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgetauscht, hieß es aus Élyséekreisen. Am Montagabend sei ein Abendessen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez im Präsidentenpalast geplant. Vor dem Gipfel am Dienstag werde es dann weitere Treffen geben - etwa mit den Premierministern der sogenannten Visegrad-Staaten Polen, Ungarn, Slowakei und Tschechien, dem EU-Ratspräsidenten Donald Tusk und nochmals mit Kanzlerin Merkel.

Thema dürfte dabei die Besetzung des EU-Kommissionschefpostens sein. Offiziell haben die EU-Staats- und Regierungschefs bei der Besetzung des Postens das Vorschlagsrecht, das Parlament muss anschließend mehrheitlich zustimmen. Einige Parteien - allen voran Manfred Webers EVP - hatten aber klargemacht, dass nur einer der Spitzenkandidaten den Posten bekommen könne.

Vor allem Macron sträubt sich jedoch vehement dagegen. Die Staats- und Regierungschefs wollen sich am Dienstag bei einem EU-Sondergipfel damit befassen. Macrons Lager war bei der Europawahl in Frankreich allerdings von der Partei der Rechtspopulistin Marine Le Pen geschlagen worden. Beobachter sehen Macron nach dieser Niederlage gegenüber seinen europäischen Partnern geschwächt.

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