APA - Austria Presse Agentur

Macron und Merkel fordern Putin zu Gesten gegenüber Kiew auf

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, im Konflikt in der Ostukraine auf die Regierung in Kiew zuzugehen. Russland solle die "notwendigen Gesten machen, um günstige Bedingungen für einen Dialog zu schaffen", hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung des Elysée-Palasts.

Nach einem Telefongespräch zwischen Macron, Merkel und Putin hätten Macron und Merkel "betont, dass der Moment gekommen ist, Entscheidungen zu treffen, um den Konflikt in der Ostukraine zu beenden, der auf den Beziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union lastet".

Das Telefonat der drei Politiker fand einen Tag nach der Amtseinführung des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Montag statt. Die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine sind seit Jahren schwer belastet. Russland hatte 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektiert und unterstützt außerdem separatistische Kämpfer im Osten des Landes.

Wegen des Konflikts in der Ostukraine und der Annexion der Krim durch Russland hat die EU zahlreiche Ukrainer und Russen sowie dutzende Organisationen auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Darüber hinaus hat die EU seit 2014 umfangreiche Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt, die bisher immer regelmäßig verlängert wurden.

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