APA - Austria Presse Agentur

Tirol: Mehrere Lawinenabgänge – Sucheinsatz läuft

Nach drei Lawinenabgängen am späten Vormittag bzw. zu Mittag lief in Tirol am frühen Nachmittag ein Sucheinsatz nach einer möglicherweise verschütteten Person.

Eine Lawine ging in Kaisers (Bez. Reutte) ab, die anderen beiden in St. Sigmund im Sellrain (Bez. Innsbruck-Land). Die Lawinengefahr in Tirol war am Samstag als mäßig (Warnstufe 2) eingestuft worden, speziell in hohen Lagen waren laut Warndienst aber schon einzelne Personen in der Lage, ein Schneebrett auszulösen.

Person möglicherweise verschüttet

In St. Sigmund im Sellrain (Stubaier Alpen) gingen unabhängig voneinander zwei Schneebretter ab. Die Alarmierungen erfolgten um 11.46 Uhr bzw. um 12.25 Uhr, wie die Polizei auf APA-Anfrage bestätigte. Details zu den Lawinenabgängen waren vorerst nicht bekannt, allerdings war in Bezug auf die erste Alarmierung eine Suchaktion im Gang. Es bestand die Vermutung, dass auf dem Gaiskogel (2.820 Meter) eine Person von den Schneemassen erfasst und verschüttet worden sein könnte.

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Die zweite Lawine ging auf der Kraspesspitze (2.953 Meter) ab. Dabei wurden drei Wintersportler erfasst. Sie konnten sich ersten Informationen zufolge selbst befreien. Bereits zuvor war auf der Alples-Pleis-Spitze (2.648 Meter) im Gemeindegebiet von Kaisers (Lechtaler Alpen) ein Tourengeher verschüttet worden. Der verunglückte Wintersportler wurde von seinem Begleiter ausgegraben.