APA - Austria Presse Agentur

Merkel fordert Geschlossenheit beim Klimaschutz

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnt ein gemeinsames internationales Vorgehen bei der Bekämpfung der Erderwärmung an.

Für "das alles überragende Thema des Klimaschutzes" könne 2021 ein "bedeutsames Jahr werden", sagte Merkel in einem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast anlässlich des Weltumwelttags. Das Klimaabkommen von Paris zeige den Weg, wie die Erderwärmung auf ein erträgliches Maß begrenzt werden könne.

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"Aber wir können dieses Ziel nur erreichen, wenn wir gemeinsam national wie international größte Anstrengungen unternehmen." Auf der Klimakonferenz in Glasgow Ende des Jahres müssten die Staaten der Welt "unbedingt weitergehende Impulse für konkrete Maßnahmen erbringen".

In Europa sei man schon recht weit. In Deutschland habe man sich noch ehrgeizigere Ziele gesetzt, sagte Merkel. "Diese Ziele sind ambitioniert, aber wir können sie erreichen." Die geeigneten Instrumente habe man in der Hand: ein effektiver CO2-Preis, der Ausstieg aus der Kohleverstromung, der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien und der Umstieg auf E-Mobilität. "Jetzt und die nächsten Jahre kommt es darauf an, entschlossen zu handeln - für den Erhalt unserer Umwelt, unserer eigenen Lebensgrundlagen und für die nachfolgenden Generationen überall auf der Welt."

Merkel warnte, dass gerade auf dem Gebiet der Artenvielfalt die Lage dramatisch sei. Bis zu einer Million Arten seien vom Aussterben bedroht. "Wir müssen diese Entwicklung dringend stoppen." Die UN-Biodiversitätskonferenz im Oktober in China könne dafür ein Meilenstein sein.

Eines der weltweit wichtigsten Umweltthemen sei der Kampf gegen Plastikmüll, sagte die Kanzlerin. Sie verwies darauf, dass ab Juli in der EU die Produktion vieler Wegwerfprodukte wie Trinkhalme und Wattestäbchen nicht mehr erlaubt sei. Ab 2022 dürften auch leichte Plastiksackerl nicht mehr in den Umlauf gebracht werden. "Wir werden feststellen: Der Verzicht wird leichtfallen und unsere Umwelt sehr entlasten."