APA - Austria Presse Agentur

Mike Pence steigt in den Ring um US-Präsidentschafts-Vorwahl

Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence will laut Berichten in der kommenden Woche seine Präsidentschaftsbewerbung für die Wahl 2024 bekanntgeben. Mehrere US-Medien, darunter die Sender CNN, Fox News und NBC, meldeten am Mittwoch übereinstimmend, Pence plane seine Ankündigung für den 7. Juni. Pence hat an dem Tag Geburtstag und wird dann 64 Jahre alt. Vorgesehen seien die Veröffentlichung eines Wahlkampfvideos und ein Auftritt im US-Bundesstaat Iowa, hieß es in den Berichten.

Zuvor war für den 7. Juni am Abend (Ortszeit) eine Bürgerfragestunde mit Pence beim Fernsehsender CNN angekündigt worden. CNN berichtete nun, Pence werde seine Bewerbung an dem Tag vor dieser Townhall verkünden, die ebenfalls in Iowa stattfinden soll. Der ehemalige Regierungsgefährte von Präsident Donald Trump werde seinen Einstieg in das Rennen mit einem Video und einer Rede im Bundesstaat Iowa einleiten, sagten am Mittwoch zwei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Stellungnahme von Pence lag zunächst nicht vor.

Schon seit längerem wird erwartet, dass Pence in das Präsidentschaftsrennen einsteigen dürfte. Der Republikaner würde damit auch seinen ehemaligen Chef, Donald Trump, herausfordern, der bereits im November verkündet hatte, bei der Wahl im November 2024 wieder anzutreten. Von 2017 bis 2021 war Pence Trumps Stellvertreter im Weißen Haus.

Der Erzkonservative Pence hat sich zunehmend von seinem ehemaligen Chef distanziert. Dieser hatte sich wütend auf die Weigerung von Pence gezeigt, sein Vorgehen gegen das Ergebnis der Präsidentenwahl 2020 zu unterstützen. Mit Pence hätten auf republikanischer Seite inzwischen sechs Bewerber ihre Kandidatur für die Abstimmung im November 2024 ankündigt oder formell eingereicht. Trump hat in Umfragen einen erheblichen Vorsprung: Bei RealClearPolitics lag er jüngst bei Republikanern bei 53 Prozent und Pence unter vier Prozent.

Neben Ex-Präsident Trump haben bisher schon mehrere Republikaner Ambitionen auf das höchste Amt in den USA publik gemacht - darunter der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, und die ehemalige US-Botschafterin bei den UN, Nikki Haley. Diverse weitere dürften in den kommenden Wochen hinzukommen.

Die Republikaner küren ihren Präsidentschaftskandidaten am Ende in einer parteiinternen Vorwahl. So läuft das auch bei den Demokraten, bei denen sich US-Präsident Joe Biden um eine Wiederwahl bewirbt. Als Amtsinhaber dürfte der Demokrat parteiintern allerdings kaum ernstzunehmende Konkurrenz im Wahlkampf bekommen.