APA - Austria Presse Agentur

Militante Palästinenser in Jenin im Westjordanland getötet

Bei einem israelischen Militäreinsatz in der Stadt Jenin im Westjordanland sind mehrere militante Palästinenser getötet worden.

Sie seien bei einem Drohnenangriff ums Leben gekommen, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa am Dienstag. Das Gesundheitsministerium in Ramallah bestätigte den Tod von insgesamt fünf Menschen.

Sprengsätze auf israelische Einsatzkräfte geschleudert

Israels Armee teilte mit, Terroristen hätten bei einer Razzia in Jenin Sprengsätze auf israelische Einsatzkräfte geschleudert. Mehrere von ihnen seien daraufhin bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Dutzende Palästinenser wurden den Angaben zufolge zudem festgenommen. Die Einsatzkräfte hätten Sprengsätze und andere Waffen sichergestellt. Sie demontierten demnach auch eine Produktionsstätte für Sprengstoff und fanden Tunnelschächte in der Gegend.

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Nach Angaben der Al-Aqsa-Brigaden handelte es sich bei mindestens vier der Getöteten um Mitglieder der bewaffneten Gruppierung, die der Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nahesteht.

465 Palästinenser kamen bisher ums Leben

Die Lage im Westjordanland hat sich seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen am 7. Oktober noch einmal deutlich verschärft. 269 Palästinenser wurden seither nach Angaben des Gesundheitsministeriums getötet. Seit Jahresbeginn kamen dem Ministerium zufolge 465 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen im Westjordanland, Konfrontationen oder eigenen Anschlägen ums Leben.