Mindestens 19 Tote bei Angriffen Israels im Gazastreifen

Kriegsschäden in Bureij
Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach Angaben von Spitälern in der Nacht auf Montag mindestens 19 Menschen getötet worden.

Das Europäische Krankenhaus erklärte, allein bei einem Angriff auf ein Haus östlich von Khan Younis im Süden des Gazastreifens seien zehn Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Bei einem Angriff auf ein Haus in der Flüchtlingssiedlung Bureij weiter nördlich gab es laut dem Al-Aqsa-Märtyrer-Krankenhaus sechs Tote.

Luftangriffe und Artilleriebeschuss wurden auch aus der Stadt Gaza im Norden des Palästinensergebiets sowie aus Rafah an der südlichen Grenze zu Ägypten gemeldet.

Der Krieg im Gazastreifen war am 7. Oktober durch einen beispiellosen Angriff der militanten Palästinenser-Organisation Hamas auf Israel ausgelöst worden. Kämpfer der Hamas und anderer Extremisten hatten dabei israelischen Angaben zufolge mindestens 1.189 Menschen getötet. Zudem wurden 252 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. 121 Geiseln sind nach israelischen Angaben weiter in der Gewalt der Hamas. 37 von ihnen sollen bereits tot sein.

Als Reaktion auf den Großangriff geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei bisher mehr als 36.400 Menschen getötet.

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