Mindestens ein Toter bei neuen Waldbränden in Griechenland

Waldbrände werden durch die Erderwärmung häufiger und heftiger
Bei neuen Waldbränden in Griechenland ist nach Angaben der Feuerwehr mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Ein 55-Jähriger aus Myrtia auf der Peloponnes-Halbinsel sei am Freitag bewusstlos ins Krankenhaus von Pyrgos gebracht worden, wo er kurz darauf gestorben sei, meldete die griechische Nachrichtenagentur Ana. Eine Feuerwehr-Sprecherin sagte, die genaue Todesursache des Mannes sei noch unklar. Nach Angaben von Augenzeugen sei er bei Löscharbeiten zusammengebrochen.

In Griechenland waren nach Angaben der Feuerwehr am Freitag 45 neue Waldbrände gemeldet worden. Die Wetterbedingungen "sind extrem schwierig, die Windgeschwindigkeit hat am Freitag in einigen Regionen 95 Stundenkilometer überschritten" und erschwere so die Arbeit der Piloten von Löschflugzeugen, sagte ein Sprecher. Insgesamt seien "45 Feuerausbrüche im ganzen Land registriert" worden. Am dritten Tag in Folge mit starkem Wind wurden vorbeugend einige Dörfer vor allem auf der Peloponnes-Halbinsel im Süden des Landes evakuiert.

Mindestens vier größere Feuer brachen auf dem Peloponnes nahe der Stadt Megalopoli im Regionalbezirk Arkadien sowie in den Regionalbezirken Argolida, Messenien und Achaia aus. Nahe Megalopoli brannte es in der Nähe eines Kraftwerks der griechischen Stromkonzerns DEI. Dort kämpfen laut der griechischen Nachrichtenagentur Ana mehr als 40 Feuerwehrleute mit zwölf Löschfahrzeugen, sechs Löschflugzeugen und zwei Helikoptern gegen die Flammen.

Vergangene Woche hatte Griechenland die früheste Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemeldet. Vergangenen Sommer litt das Land unter einer extrem langen Hitzewelle, die zu zahlreichen Waldbränden führte. Insgesamt gingen dabei fast 175.000 Hektar Wald und landwirtschaftliche Flächen in Flammen auf. Wissenschaftern zufolge werden Waldbrände durch die menschengemachte Erderwärmung häufiger und heftiger.

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