APA - Austria Presse Agentur

Ministerium kommentiert Westbahn-Causa nicht

In der Causa um eine Anzeige gegen den ÖBB-Mitbewerber Westbahn wegen möglicher Sicherheitsgefährdung wollte das Verkehrsministerium am Donnerstag keine nähere Auskunft geben. Zu laufenden Verfahren nehme man derzeit öffentlich nicht Stellung, hieß es aus dem Ministerium auf APA-Anfrage.

Ursprünglicher Auslöser der Causa waren Anzeigen von zwei Lokführern, schrieb der "Kurier" Online am Mittwoch. Sie warfen dem Unternehmen Ungereimtheiten bei der Vergabe von Zeugnissen für Lokführer und Mängel bei Brandschutztüren vor. Einer der Lokführer habe eine 49 Seiten lange Dokumentation mit Verfehlungen vorgelegt, so die Zeitung. Aufgrund der Vorwürfe erstatte das Verkehrsministerium sodann Anzeige bei der Justiz.

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien, ob grobe Sicherheitsprobleme oder nur "kleine Fehler" bei der Westbahn vorliegen. Thema sind unter anderem die Brandschutztüren. Auch Zeugnisse - quasi Lizenzen - von mindestens fünf Westbahn-Lokführern wurden von der im Verkehrsministerium beheimateten Eisenbahnbehörde eingezogen, so der "Kurier" am Donnerstag. Einer der betroffenen Lokführer habe eine Lizenz gleich am ersten Tag erhalten, obwohl dafür eine zweitägige Schulung notwendig sei.

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