APA - Austria Presse Agentur

Missbrauchsstudie zu deutscher evangelischer Kirche präsentiert

Die erste umfassende Studie zu sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und in der Diakonie wird an diesem Donnerstag (12.30 Uhr) in Hannover vorgestellt.

Mit Spannung erwartet werden vor allem Zahlen zur Häufigkeit des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen mit Kirchen-Beschäftigten als Tätern. Dafür stellten die Landeskirchen und die Diakonie dem Forschungsverbund Akten zur Verfügung.

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Disziplinarakten

Wie im Voraus bekannt wurde, konnten die Wissenschaftler jedoch nicht die Personalakten aller Pfarrer und Diakone auswerten, sondern in erster Linie Disziplinarakten.

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Die EKD hatte die unabhängige Studie im Jahr 2020 initiiert, sie wurde über Mittel der EKD und Landeskirchen in Höhe von 3,6 Millionen Euro finanziert. Die Autoren der sogenannten Forum-Studie hatten nach eigenen Angaben das Ziel, typisch evangelische Strukturen zu analysieren, die Gewalt und Machtmissbrauch begünstigen. Als Dachorganisation von 20 Landeskirchen vertritt die EKD bundesweit 19,2 Millionen evangelische Christinnen und Christen in Deutschland.