VGT ortete Missstände in Schweinemast-Betrieb

VGT ortete Missstände in Schweinemast-Betrieb
Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat am Dienstag Missstände in einem Schweinemast-Betrieb im Bezirk Mistelbach geortet.

In einer Aussendung wurde von Tierleid gesprochen, es würden "grauenhafte Zustände" herrschen. Der VGT erstattete Anzeige und forderte gleichzeitig ein "echtes Verbot" des Vollspaltenbodens.

In dem Betrieb im Bezirk Mistelbach werden laut Vereinsangaben rund 3.000 Schweine zum Teil auf sogenannten strukturierten Vollspaltenböden gehalten. Obwohl rechtlich erlaubt, mache diese Art und Weise für die Tiere im Vergleich zu einem konventionellen, unstrukturierten Vollspaltenboden "keinen merkbaren Unterschied". Der VGT ortete in dem Betrieb tote Tiere und blutige Wunden. Zudem gebe es Schweine mit abgebissenen Schwänzen, Schwielen und entzündeten Gelenken an den Beine sowie zahlreiche Fälle von Eingeweidebrüchen.

"Der Vollspaltenboden sei bereits für Neu- und Umbauten verboten, hat es geheißen. Doch in Wahrheit ist nur der unstrukturierte Vollspaltenboden verboten worden", konstatierte VGT-Obmann Martin Balluch. Es brauche nun ein "echtes Verbot des Vollspaltenbodens", dieser gehöre "durch einen weich eingestreuten, planbefestigten Liegebereich ersetzt".

Grünen Generalsekretärin und Landwirtschaftssprecherin Olga Voglauer erachtete in einer Reaktion höhere Standards in der Schweinehaltung für "längst überfällig". Gefordert sieht sie die Volkspartei: "Die ÖVP hat Farbe zu bekennen: Ringt sie sich durch zu einem Beschluss, der den Bäuerinnen und Bauern Planungssicherheit und den Schweinen ein gesundes Leben gibt, oder riskiert sie weitere Jahre der permanenten Unsicherheit für die gesamte Branche?", hieß es in einer Aussendung.

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