APA - Austria Presse Agentur

Museen starten mit neuen Ausstellungen in Wiedereröffnung

Nach der temporären Schließung aufgrund des zweiten Corona-Lockdowns dürfen Museen und Ausstellungshäuser in Österreich ab Montag, 7. Dezember, wieder öffnen. Pro Besucher müssen mindestens zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen, dabei besteht auch die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Zahlreiche Museen feiern das nicht nur mit Zusatzangeboten oder freiem Eintritt, sondern können auch neue Ausstellungen erstmals zeigen. Auf Eröffnungstrubel muss verzichtet werden.

Das Wiener MAK etwa öffnet den Museumsbetrieb am Dienstag (8. Dezember) gleich mit vier neuen Ausstellungen: "Adolf Loos. Privathäuser", "Frech und frei! Die Invasion verborgener Objekte", "100 Beste Plakate 19. Deutschland Österreich Schweiz" und "Antonia Rippel-Stefanska. Einer glänzt weniger". Ab Mittwoch ist dann die Großausstellung "Sheila Hicks. Garn, Bäume, Fluss", die erste Personale der US-amerikanische Künstlerin, zu sehen. Gezeigt werden Gewebe, Skulpturen und Installationen. An beiden Tagen ist das gesamte MAK bei freiem Eintritt geöffnet.

Das Wiener mumok vergibt dagegen von 8. bis 13. Dezember täglich 100 Freitickets. Die Buchung der Tickets und der entsprechenden Timeslots erfolgt über www.mumok.at. Erstmals ist dann die Ausstellung "On the extremes of good and evil" von Hugo Canoilas, dem Kapsch Contemporary Art Preisträger 2020/2021, zu sehen. "Hugo Canoilas verwandelte den Ausstellungsraum in eine betretbare Bühne der Malerei: Über die gesamte Bodenfläche zieht sich auf textilem Grund ein malerisches Szenario ineinander verfließender Formen mit quallenartigen und tentakulären Farbwesen aus Wolle und Glas", heißt es in der Ankündigung.

In der in der Albertina Modern ist die neue Ausstellung "The Essl Collection" nun ab Montag zu sehen. Dabei soll mit 110 Hauptwerken "ein Überblick über die historische Tiefe und geografische Breite der Sammlung Essl" geboten werden. Ab Dienstag können die beiden neuen Ausstellungen im Leopold Museum besichtigt werden: "Inspiration Beethoven" rekonstruiert anlässlich des Beethoven-Jahres ein fünfteiliges Bild-Ensemble des Wiener Jugendstilmalers Josef Maria Auchentaller, "Emil Pirchan. Visuelle Revolution" präsentiert den Pionier des expressionistischen Bühnenbildes und fantasiereichen Plakatgestalter.

Im Belvedere 21 ist mit über dreiwöchiger Verspätung ab Dienstag die bisher größte Personale der in Düsseldorf geborenen und in Wien lebenden Künstlerin Maja Vukoje zu sehen. Gezeigt werden rund 100 Arbeiten der vergangenen 15 Jahre mit einem Schwerpunkt auf der aktuellsten Produktion. Die Secession zeigt ab Dienstag ihre neuen Ausstellungen von Lawrence Abu Hamdan und Till Megerle. Im Bank Austria Kunstforum bietet man am Mittwoch die erste Gelegenheit die neue Ausstellung "Wenn man spricht ist immer jetzt - sonst nicht" mit Collagen der in Berlin lebenden Schriftstellerin Herta Müller, der Literaturnobelpreisträgerin von 2009, zu besuchen.

Ähnlich intensiv wird die kommende Kunstwoche in den Bundesländern: "Wir sperren wieder auf!", freut man sich im Museum der Moderne Salzburg, wo ab Dienstag, die neuen Ausstellungen "Not Vital. IR", eine 21 Skulpturen, drei Installationen und 144 Zeichnungen umfassende Personale des Schweizer Künstler Not Vital, und "Physiognomie der Macht. Harun Farocki & Florentina Pakosta" erstmals zugänglich sind. Im Kunsthaus Bregenz muss man sich bis Freitag (11. Dezember) gedulden, dann lädt man zur "erweiterten Eröffnung" der Ausstellung "Jakob Lena Knebl & Ashley Hans Scheirl - Seasonal Greetings". Von 15 bis 20 Uhr kann die Schau der Österreich-Vertreterinnen bei der 59. Biennale 2021 in Venedig kostenlos besichtigt werden. "Besucher*innen werden gebeten, einen Mund-Nasenschutz zu tragen und einen Sicherheitsabstand einzuhalten", heißt es freilich auch dort.

Die Museen auf der Kunstmeile Krems schließlich rufen den "Museumsmontag am Zwickeltag" aus. Üblicherweise sind die meisten der dort angesiedelten Ausstellungshäuser montags geschlossen. Nun will man "eine Alternative zum Shopping als Freizeiterlebnis bieten". Neun Ausstellungen sind zu sehen, darunter zwei neue: "Lieselott Beschorner entführt in der Landesgalerie Niederösterreich in einen Kosmos von eigenwillig grotesken Figuren, Akten und Abstraktionen. In der Kunsthalle Krems lässt die in Amsterdam lebende Künstlerin Fiona Tan mit ihren fotografischen und filmischen Arbeiten die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion langsam verschwimmen", so die Ankündigung.