Mutter im Bezirk Weiz versuchte Tochter zu ersticken

Oststeirerin wurde festgenommen
Eine Oststeirerin, die sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befunden hatte, soll Montagfrüh versucht haben, ihre jugendliche Tochter mit einem Polster zu ersticken. Das Mädchen konnte sich befreien und flüchtete ins Badezimmer. Etwas später kam die Mutter zur Besinnung und besprach den Vorfall mit ihrer Tochter und Angehörigen. Diese alarmierten dann die Polizei. Die Frau wurde festgenommen. Nun wird wegen versuchten Mordes ermittelt, hieß es am Dienstag.

Die Verdächtige - detaillierte Angaben macht die Polizei aus Opferschutzgründen nicht - soll schon jahrelang mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung leben. Als die Polizei sie befragte, gestand sie die Tat und gab auch zu, dass sie danach Suizid begehen wollte. Während die Mutter in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht wurde, wurde das Opfer bei Verwandten aufgenommen. Das Sozialreferat der Bezirkshauptmannschaft Weiz sei mit dem Fall bereits befasst, so die Polizei weiter.

Ein Kriseninterventionsteam stand im Einsatz und führte intensive Gespräche mit den betroffenen Personen: "Dabei konnte das Motiv der Tat in ersten Gesprächen sensibel behandelt und auch eine fortführende entsprechende Unterstützung in dieser Situation angeboten werden", informierten die Ermittler.

(S E R V I C E - Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.)

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