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APA/dpa/Sebastian Kahnert / Sebastian Kahnert

Nach Atom-Unfall in Russland radioaktives Jod in Norwegen

Nach dem atomaren Unfall in Russland in der vergangenen Woche haben die Behörden im Nachbarland Norwegen geringe Mengen radioaktiven Jods festgestellt. Die Messungen seien vom 9. bis 12. August in einer Luftfilteranlage im nordnorwegischen Svanhovd nahe der russischen Grenze vorgenommen worden, teilte die Atombehörde am Donnerstag in Oslo mit.

Zunächst ließ sie offen, ob ein Zusammenhang mit dem Unfall auf dem russischen Militärstützpunkt am Weißen Meer besteht. Radioaktives Jod wird in Norwegen den Angaben zufolge bis zu acht Mal im Jahr entdeckt. Die Herkunft bleibe für gewöhnlich unbekannt.

Der atomare Unfall hatte sich vor einer Woche auf einer Plattform im Meer auf dem Testgelände Nyonoska ereignet, das rund 30 Kilometer von der Stadt Sewerodwinsk entfernt ist. Dabei kamen fünf Rüstungsexperten der russischen Atombehörde Rosatom ums Leben. Erst am Samstag wurde der atomare Charakter des Unglücks von den Moskauer Behörden eingeräumt. Rosatom teilte mit, seine Beschäftigten seien damit beauftragt gewesen, neue Waffen zu testen und technische Unterstützung für die "isotopische Energiequelle" einer Rakete zu leisten.

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