Nachlass von Jazzmusiker Zawinul geht an Landessammlungen NÖ

Erste öffentliche Eindrücke sind ab Sonntag möglich
Der künstlerische Nachlass von Joe Zawinul geht an die Landessammlungen Niederösterreich. Der Bestand des 2007 verstorbenen Jazzmusikers wird nach Angaben vom Freitag im Archiv der Zeitgenossen an der Universität für Weiterbildung in Krems der bisherigen musikalischen Sammlung hinzugefügt und für die wissenschaftliche Bearbeitung zugänglich gemacht. Ab Sonntag soll eine Ausstellung in Grafenegg erste öffentliche Einblicke geben.

Übergeben wird der Nachlass von Tony Zawinul, dem Sohn der Jazzlegende. "Mit dieser Schenkung wird das Land Niederösterreich einen weiteren wichtigen Schritt für die Bewahrung unserer wertvollen künstlerischen Vergangenheit machen und diese für künftige Generationen sichern", sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in einer Aussendung.

Erste Einblicke in den Nachlass gibt es von Sonntag an bis zum 10. Juni. In der Sattelkammer in Grafenegg ist in diesem Zeitraum eine Ausstellung mit ausgewählten Exponaten zu sehen. Der Fokus liegt dabei auch auf den niederösterreichischen Wurzeln Zawinuls, der einen guten Teil seiner Kindheit auf dem Bauernhof seines Großvaters in Oberkirchbach bei St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) im Wienerwald verbracht hatte.

Im Zusammenhang mit der Schenkung steht auch ein am (morgigen) Samstag beim Wolkenturm in Grafenegg stattfindendes Konzert, bei dem in die Welt des Musikers, Komponisten und Grammy-Gewinners eingetaucht werden kann. Es kommt Zawinuls Mediterranean Suite zur Uraufführung mit dem radio.string.quartet und einem Streicherensemble. Zu hören sind zudem die Zawinul Legacy Band 3.0 mit ehemaligen Mitgliedern von Weather Report und Zawinul Syndicate sowie die Zawinul All-Star-Big Band.

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