APA - Austria Presse Agentur

Neue Chefinnen straffen das Programm beim Akkordeon Festival

Das Akkordeon Festival feiert heuer nicht nur ein Jubiläum, sondern auch ein neues Leitungsduo: Nach dem Rückzug von Gründer Friedl Preisl verantworten die vormalige Co-Leiterin Franziska Hatz und die Kulturmanagerin Lisa Reimitz ab 24. Februar ihre erste und die insgesamt 25. Ausgabe des Konzertreigens an zahlreichen Wiener Spielstätten. Als auffälligste Neuerung fällt die Straffung des am Mittwoch präsentierten Programms auf.

Statt der üblichen vier lässt man diesmal nämlich an nur drei Wochen die diversen Facetten des titelgebenden Instruments hochleben. Den Startschuss gibt der Festival-Stammgast Miloš Todorovski, der mit seinem multinationalen Quintett Tango 5 im Ehrbaar Saal den argentinischen Bandoneon-Spieler und Begründer des Tango Nuevo, Astor Piazzolla würdigt. Nach dem Eröffnungsabend stehen bis 17. März gut zwei Dutzend Programmpunkte im Kalender.

Zu den auftretenden Musikerinnen und Musikern bzw. Bands gehören aus Österreich u.a. die drei Akkordeon-Größen Krzysztof Dobrek, Otto Lechner und Klaus Paier, die am 29. Februar einen Jubiläumsabend gestalten, die Formation Wondrak.Lindschi - vier Wienerlied-Interpretinnen in der niederösterreichischen Festival-Außenstelle Purkersdorf (1. März) -, das Upper Austrian Accordion Orchestra (2. März, Lorely Saal), das steirische Liedermacherduo Seitinger & Maierhofer (9. März, Sargfabrik) oder die Avantgarde-Volksmusiker Attwenger (15. März, Schutzhaus Zukunft).

Zu den internationalen Gästen zählen etwa die der Musiktradition Süditaliens verpflichtete Truppe Domo Emigrantes (5. März, Theater Akzent), die finnische Akkordeonistin Teija Niku (9. März, Sargfabrik) mit Faible für nordische Volksmusik oder die ukrainische Folk-Band Yagody (11. März, Theater Akzent).

"Wir haben uns bei dieser Jubiläumsausgabe für einen spannenden Mix aus bekannten und neu entwickelten Formaten entschieden; für Konzerterlebnisse mit Granden, Geheimtipps, Virtuosen, Bewährtem, Überraschungen, Experimentellem; wild, ruhig, laut, leise, sanft, kraftvoll, international, national, lokal; in fantastischen Spielstätten und mit ganz viel Herz - für jene verbindende Momente, die nur (Live)Musik erzeugen kann", halten die beiden Neo-Intendantinnen auf der Festival-Website fest.

Unter die Rubrik "neu entwickelte Formate" fällt jedenfalls die Schiene "Carte Blanche", im Rahmen derer ausgewählte Künstlerinnen und Künstler künftig freie Hand bekommen. Den Auftakt macht dieses Jahr der Akkordeonist Nikola Zarić am 26. Februar im Innenstadtlokal Frau Mayer - Jam Session inklusive. Der gebürtige Wiener mit Wurzeln in der Republika Srpska (Bosnien und Herzegowina) steht auch am 12. März noch einmal auf der Bühne: Gemeinsam mit einem Streichquartett gibt er serbische Volksmusik in der Wiener Hofburgkapelle zum Besten.

Abgesehen von den Konzerten stehen beim 25. Akkordeon Festival sonntags einmal mehr Stummfilm-Matineen am Programm. Klassiker wie "Das Cabinet des Dr. Caligari" (3. März) oder Charlie Chaplins "The Kid" (17. März) werden im Filmcasino musikalisch live vertont.

(S E R V I C E - https://akkordeonfestival.at/)