APA - Austria Presse Agentur

Neuer goldener Hahn thront auf Notre-Dame

Die Pariser Kathedrale Notre-Dame hat einen neuen goldenen Hahn: Der Pariser Erzbischof Laurent Ulrich segnete die Figur, bevor sie am Samstag an ihren Platz auf dem 96 Meter hohen Spitzturm des 2019 bei einem Feuer schwer beschädigten Kirchenbaus gesetzt wurde. Der neue Hahn von Architekt Philippe Villeneve ersetzt das Original, das bei dem Feuer zu schwer beschädigt wurde, um wiederverwendet zu werden.

Villeneuve, einer der leitenden Architekten des Wiederaufbaus, nannte die "Feuerflügel" des neuen Hahns eine Erinnerung daran, dass "die Kathedrale aus der Asche wiedergeboren werden kann, wie ein Phönix". Der alte Hahn soll in einem neuen Notre-Dame-Museum ausgestellt werden.

Im christlichen Glauben symbolisiert der Hahn die Rückkehr des Lichts nach der Dunkelheit der Nacht. Er ist außerdem ein Nationalsymbol Frankreichs und unter anderem auf den Trikots der französischen Fußball- und Rugby-Nationalmannschaft zu finden.

Der neue Hahn enthält in seinem Inneren Relikte, die nach dem Feuer am 15. April 2019 gerettet wurden sowie ein versiegeltes Dokument mit den Namen der fast 2.000 Menschen, die am Wiederaufbau von Notre-Dame beteiligt waren.

Notre-Dame war bei dem Feuer 2019 stark beschädigt worden. Die Brandursache ist bisher nicht geklärt, aber die Ermittler gehen von einem Unglück aus, etwa einem Kurzschluss. Der nun wieder mit einem Hahn versehene Spitzturm war bei dem Feuer brennend vom Dach gestürzt. Für die Renovierung der berühmten Kathedrale waren etwa 840 Millionen Euro Spenden aus aller Welt eingegangen. Vor dem Brand besuchten im Schnitt zwölf Millionen Menschen jährlich die Kathedrale.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte unmittelbar nach dem Brand angekündigt, Notre-Dame solle innerhalb von fünf Jahren wieder aufgebaut werden.