Neuer Karlspreisträger wird bekannt gegeben

Tichanowskaja erhielt zuletzt den Karlspreis
Das Direktorium des Karlspreises und die Stadt Aachen geben am Freitag bekannt, wer im nächsten Jahr die Auszeichnung bekommt. 2022 hatte die belarussische Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja mit zwei Mitstreiterinnen den renommierten Preis erhalten. Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird seit 1950 für Verdienste um Europa und die europäische Einigung verleihen. Zahlreiche Staatsmänner und -frauen haben ihn erhalten. Geld gibt es dafür nicht.

Mit dem politischen Preis wurden bisher vor allem Menschen in Amt und Würden geehrt. Dazu gehören die deutsche Ex-Kanzlerin Angela Merkel, der frühere britische Premierminister Tony Blair oder Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Insofern war die Verleihung des nicht dotierten Preises an die drei oppositionellen Frauen aus dem von Machthaber Alexander Lukaschenko autoritär regierten Land ungewöhnlich. Die Verleihung findet traditionell an Christi Himmelfahrt im Krönungssaal des Aachener Rathaus statt.

Namensgeber ist Karl der Große (747/748-814). Sein Reich erstreckte sich über einen Großteil von Westeuropa, er residierte häufig in Aachen. Karl wurde im Jahr 800 in Rom zum Kaiser gekrönt.

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