APA - Austria Presse Agentur

Nigel Farage warnt vor "Soft-Brexit"

Nigel Farage, Gründer der Brexit-Partei und Verfechter eines klaren und übergangslosen Schnitts zwischen Großbritannien und der Europäischen Union, warnt vor einem "Soft-Brexit". Farage hatte für die Wahl in 275 der 650 Wahlkreise Kandidaten aufgestellt, gewann aber keinen einzigen Sitz. Premierminister Boris Johnson wollte kommende Woche über eine Kabinettsumbildung entscheiden.

Zwei Tage nach dem haushohen Sieg von Johnson bei der Parlamentswahl schrieb Farage am Samstag im "Daily Telegraph", das halbe Kabinett bestehe aus Ministern, die für einen Verbleib Großbritanniens in der EU gewesen seien. Zudem stehe Johnson unter großem Druck aus dem Ausland. Gleichzeitig hätten die Brexit-Partei und konservative Abgeordnete, die für einen harten Schnitt geworben haben, nun kaum noch Einfluss.

"Fragen über das künftige Format des Brexits und Großbritanniens Rolle in der Welt liegen nun allein in der Hand von Boris Johnson", schrieb Farage. "Mit einem halben Kabinett aus Leuten, die für den Verbleib in der EU gestimmt hatten, und erheblichem globalem Druck könnte er versucht sein, sich für den einfachen Weg eines "Soft-Brexits" einzusetzen."

"Egal, was in den nächsten Monaten passiert, ich werde sicherstellen, dass ich dranbleibe", schrieb Farage. "Wenn der Brexit nicht durchgezogen wird, wie Johnson versprochen hat, werden wir wieder Druck machen müssen."

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