ÖBB-Streik in Österreich - am 28.11.2022 streiken ÖBB & Co. in ganz Österreich.

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ÖBB-Streik: Das sind die besten Twitter-Reaktionen

Wenn keine Züge mehr fahren: In ganz Österreich streiken ÖBB & Co. am 28. November 2022. Das sagt Twitter dazu!

Die staatlichen Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) befinden sich am heutigen Montag für 24 Stunden im Streik. Das sorgt vor allem für PendlerInnen, Schüler- und StudentInnen für Chaos auf dem Weg in ihre Büros und Bildungsstätten.

Doch aus welchem Grund fahren heute keine Züge und was sagt Twitter dazu? 

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Recht auf faire Bezahlung

Wir alle spüren es, alles wird immer teurer, immer weniger können wir uns leisten. Manche sind mehr davon betroffen, manche weniger, doch die anhaltende Inflation belasten unsere Geldbörsen. Aus diesem Grund fordern die EisenbahnerInnen-Gewerkschaften seit längerer Zeit bereits Gehaltserhöhungen – ohne Erfolg. Aus diesem Grund wurde für den 28.11.2022 ein 24-stündiger Warnstreik angesetzt.

"Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und sich frei mit anderen zusammenzuschließen, einschließlich des Rechts, zum Schutze ihrer Interessen Gewerkschaften zu bilden und diesen beizutreten." So lautet der eröffnende Absatz des elften Artikels unserer europäischen Menschenrechtskonvention. Das Recht zum Streiken schützt die ArbeiterInnen vor Ausbeutung.

Auch in anderen Branchen sind Lohnverhandlungen aktuell ein Thema, etwa im Handel könnten Ende der Woche laut "Standard" weitere Streiks folgen.

Klar, wir sind alle auf den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) angewiesen, jedoch sind die ArbeiterInnen, welche diese Infrastruktur ermöglichen, auf faire Gehälter angewiesen. Wenn die Gehälter im oberen Teil des Organigramms deutlich steigen – aber es für die weiter unten "kein Budget gibt" – ist das nicht fair.

ÖBB- und Brauereien-Streik: Twitter-Reaktionen im Überblick

Es dürfte dem Wochentag geschuldet sein, dass der ÖBB-Streik den Streik der Brauereien in den Schatten stellt, jedoch wird auch in dieser Branche die Arbeit für einen Tag niedergelegt. Ohne Züge oder Bier, was bleibt dann übrig von Österreichs "wir"?

 

Ob man nun montags lieber mit dem Zug fährt oder ein Bier trinkt – Streiks sind ein Zeichen für kollektive Unzufriedenheit. Ohne entsprechendes Gehalt ist ein angemessenes Leben nicht möglich. Die Streiks sind eine Möglichkeit der Gewerkschaften, uns wie auch UnternehmerInnen daran zu erinnern, dass ihre Arbeit für unsere Infrastruktur unentbehrlich ist.

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Was kann man (sich) leisten?

Es ist schon eine bittere Pille, die es hin und wieder zu schlucken gilt. Während Management-Positionen meist exorbitante Jahresgehälter beziehen, zählen Menschen am Gaszähler ab, wie viel sie heute heizen können. Eine gewisse Unzufriedenheit liegt in der Luft, wenn Gewinne in Krisenzeiten geleistet werden, aber inflationsangepasste Gehälter "nicht leistbar" sind.

Sollten weitere Verhandlungsrunden in den verschiedenen Branchen erfolglos bleiben, könnten uns Ende der Woche weitere Streiks erwarten. Im Handel etwa ist, nach Ende der umsatzintensiven Black-Friday-Aktionen, ein Streik im Gespräch.