Österreich bestimmt den deutschen ESC-Starter mit

Auch Ikke Hüftgold tritt am Freitag im Vorentscheid an
Österreich entscheidet heuer, wen Deutschland zum Eurovision Song Contest (ESC) nach Liverpool schickt - zumindest ein bisschen. Eine Expertenjury heimischer Provenienz beurteilt beim deutschen Vorentscheid am Freitag die Beiträge, neben zahlreichen weiteren Ländergremien. Ab 22.20 Uhr läuft die Show "Unser Lied für Liverpool" in der ARD, moderiert von der charmanten Allzweckwaffe Barbara Schöneberger.

Wer sich in der österreichischen Expertenrunde findet, das hält der NDR vorerst noch geheim, heißt es auf APA-Anfrage. So oder so: Die noch anonymen Branchenvertreter entscheiden neben Ländergremien aus der Schweiz, den Niederlanden, Finnland, Spanien, Litauen, der Ukraine und Großbritannien mit über die neun Acts, die sich um das deutsche Länderticket bewerben. Ihr Votum zählt die Hälfte zur Entscheidung. Über die andere hat das Publikum zu befinden, das online oder via Telefon seine Präferenz bekannt gibt.

Geht es nach den Klicks für die offiziellen Videos der Vorentscheidstarter, gibt es dabei derzeit drei Favoriten, nicht zuletzt Brachialpartyschlagersänger Ikke Hüftgold, der auch hinter dem Sexismusaufreger "Layla" stand. Er kann sich zumindest beim Zuschauervoting gute Chancen ausrechnen. Sein betont hirnloses "Lied mit gutem Text" schaffte es als klarer Sieger in einer Abstimmung beim Onlinedienst TikTok in den Vorentscheid.

Ikke Hüftgold geht mit Startnummer 7 ins Rennen. Direkt vor ihm singt Patty Gurdy einen keltischen Folksong namens "Melodies Of Hope", der bei Youtube auf hohe Klickzahlen kommt. Noch mehr Resonanz schaffte nur die Rockband Lord of the Lost mit "Blood & Glitter" vom gleichnamigen Nummer-1-Album, das beim österreichischen Label Napalm Records erschienen ist. Würde es nur nach den Fans gehen, dürften sich wohl diese drei den deutschen Startplatz untereinander ausmachen. Aber es entscheiden ja auch die Jurys mit.

Das eröffnet vielleicht dem vom Namen her prominentesten Duo Frida Gold Chancen, das mit "Alle Frauen in mir sind müde" antritt. Komplettiert wird die Runde vom Bayern Trong mit vietnamesischen Wurzeln, dem Singer-Songwriter René Miller, der auf Märchenambiente setzenden Anica Russo, der Alternative-Rock-Band Lonely Spring und Balladenschmeichler Will Church.

Aus diesem Kreis wird dann voraussichtlich gegen Mitternacht der Sieger verkündet, der Finalfixstarter Deutschland am 13. Mai im englischen Liverpool vertritt und dabei mehr als den letzten Platz für Malik Harris im Vorjahr im italienischen Turin herausholen soll. Österreich indes hat seine Kandidatinnen bereits gefunden, steigt das Duo Teya & Salena doch im 2. Halbfinale für die Alpenrepublik in den musikalischen Ring. Der Titel der beiden wird am 8. März im Ö3-"Wecker" enthüllt.

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