APA - Austria Presse Agentur

ÖVP-Hörl will Gastro-Lockdown bis Ostern "nicht akzeptieren"

Dass Gastronomie und Beherbergungsbetriebe laut türkis-grüner Bundesregierung zumindest bis Ostern im Lockdown verharren sollen, will der Obmann des Fachverbandes der Österreichischen Seilbahnen in der Wirtschaftskammer und ÖVP-Abg.

Franz Hörl nicht einfach hinnehmen. "Das akzeptiere ich so nicht", sagte Hörl im APA-Gespräch am Dienstag. Ende Februar müsse die Situation erneut bewertet werden, so Hörl. Dann brauche es Klarheit. Im Falle einer erneuten Lockdown-Verlängerung rechne er damit, dass dann ab Anfang März "viele Skigebiete zumachen". Verwundert zeigte sich Hörl in diesem Zusammenhang zudem, was die Bewertung der besonderen Situation in Tirol betrifft, Stichwort "Südafrika-Mutante". Seit mehreren Tagen weise Tirol schließlich kontinuierlich die niedrigste Sieben-Tages-Inzidenz aller Bundesländer auf, verwies der Zillertaler Hotelier auf entsprechende Zahlen der AGES. "Und auch der schwer verseuchte Bezirk Schwaz liegt unter dem Schnitt der Bundeshauptstadt Wien und unter dem Bundesschnitt", meinte der ÖVP-Politiker in Richtung der Verantwortlichen auf Bundesebene.  

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Dass bereits jetzt im Februar in Tirol reihenweise Skigebiete schließen werden - nicht zuletzt aufgrund der neuen Testpflicht-Verordnung -, damit rechnet Hörl nicht, wiewohl man nie etwas gänzlich ausschließen könne. Die Verantwortlichen würden danach trachten, das Angebot für Einheimische weiter aufrechtzuerhalten. Schließlich gehe es auch um die Saisonkartenbesitzer, die derzeit sehr verunsichert seien. Zudem werde man sich auch anschauen, welche Auswirkungen die Testpflicht auf den Skibetrieb habe und ob die Einheimischen sich das Skifahren trotzdem nicht nehmen lassen. Schließlich habe er bei der Einführung der FFP2-Maskenpflicht in den Skigebieten auch gedacht, dass die Leute das nicht annehmen würden. "Das war aber eine totale Fehleinschätzung", räumte Hörl ein.

Am Montag hatten die Bergbahnen Sölden mitgeteilt, den Betrieb einzustellen. Man sehe sich "leider nicht mehr in der Lage, einen zufriedenstellenden und verantwortungsvollen Skibetrieb zu garantieren", hieß es in einem Posting auf Facebook.