Offenbar mehrere Tote nach Bootsunglück im Ärmelkanal

Kreidefelsen von Dover am britischen Ufer des Ärmelkanals (Symbolbild)
Bei einem Bootsunglück im Ärmelkanal sollen britischen Medienberichten zufolge mehrere Menschen gestorben sein.

Nach Informationen von Sky News sollen auf dem in Seenot geratenen Boot mit Migranten an Bord rund 30 bis 50 Menschen gewesen sein, von denen einige nicht überlebt haben sollen, wie der Sender unter Berufung auf eine französische Quelle berichtete. Der "Telegraph" schrieb von mindestens drei mutmaßlichen Todesfällen. 

Noch keine offizielle Bestätigung der Todesfälle

Eine offizielle Bestätigung der Todesfälle gab es zunächst noch nicht. Zuvor hatte es geheißen, dass im Ärmelkanal ein größerer Rettungseinsatz um das Boot laufe. Die Küstenwache koordinierte am Mittwochvormittag gemeinsam mit Militär, Polizei und dem Grenzschutz eine Such- und Rettungsmission, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. Dem Sender Sky News zufolge waren zwei Helikopter sowie britische und französische Rettungsboote im Einsatz.

Suche nach Vermissten wird andauern

Die Suche nach Vermissten werde sich den ganzen Tag hinziehen, berichtete Sky News unter Berufung auf Insiderquellen. Aufgrund der kalten Temperaturen - in den vergangenen Nächten fielen diese in der Region in den Bereich der Minusgrade - werde jedoch nicht mehr nach Überlebenden gesucht.

Vor gut einem Jahr waren bei einem Bootsunglück im Ärmelkanal 27 Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt unternahmen viele Tausende Migranten die gefährliche Überfahrt in Richtung Vereinigtes Königreich.

Die britische Innenministerin Suella Braverman sprach von einem "betrüblichen Zwischenfall" im Ärmelkanal. "Meine Gedanken sind bei den Betroffenen", fügte sie hinzu. Premierminister Rishi Sunak hatte erst am Dienstag Pläne öffentlich gemacht, wie er härter gegen illegale Migration vorgehen will.

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