APA - Austria Presse Agentur

Deutschland rechnet im Herbst mit Omikron-Impfstoffen

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet im Herbst Corona-Impfstoffe, die an die Omikron-Varianten angepasst sind.

Frühestens im September rechne er damit, sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. Daran werde intensiv gearbeitet. Es gebe vielversprechende Daten von Moderna, auch mit Biontech sei man im Kontakt. Er sei zuversichtlich, dass es sehr gute angepasste Impfstoffe geben werde.

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Zurückhaltender zeigte man sich dazu auf APA-Anfrage unter Verweis auf laufende Zulassungsprozesse bei den europäischen Behörden im heimischen Gesundheitsministerium. Da nicht absehbar sei, wann es einen die Omikron-Varianten mitumfassenden Impfstoff gebe, sollten noch nicht ausreichend geschützte Personen "möglichst bald" auf eine Grundimmunisierung mit den derzeit verfügbaren Impfstoffen setzen, meinte ein Sprecher von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). Von einem Abwarten auf einen neuen Impfstoff sei abzuraten.

Das Unternehmen Moderna hatte am Mittwoch erste Daten zur Wirksamkeit seines angepassten Corona-Impfstoffes vorgestellt. "mRNA-1273.21", so der Name des Boosters, ist eine Kombination aus dem ursprünglichen Moderna-Impfstoff Spikevax und einem speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Impfstoff-Kandidaten.

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Bei den insgesamt 437 Probanden der klinischen Studie, die das neue Präparat als zweiten Booster erhalten hatten, fanden WissenschafterInnen nach einem Monat deutlich mehr neutralisierende Antikörper als nach einer Booster-Impfung mit dem herkömmlichen Präparat, insbesondere gegen die Omikron-Variante. Die Impfung sei gut verträglich, Nebenwirkungen entsprächen denen nach dem herkömmlichen Booster.

Das Unternehmen kündigte an, die vorliegenden Daten in den kommenden Wochen den Zulassungsbehörden vorzulegen. Man hoffe, dass der Booster im Spätsommer verfügbar sei.