Palästina gedenkt getöteter Reporterin Shirin Abu Akleh

Ein Bild der getöteten Journalistin am israelischen Sperrwall
Ein Jahr nach dem Tod der Al-Jazeera-Reporterin Shirin Abu Akleh sind am Donnerstag im Westjordanland mehrere Gedenkveranstaltungen geplant.

Die in der Region bekannte Journalistin wurde während eines israelischen Militäreinsatzes in Jenin im nördlichen Westjordanland erschossen. Anlässlich des Jahrestages will die Gemeinde Ramallah am Nachmittag den Grundstein für ein ihr gewidmetes Museum legen. 

Auszeichnung im Medienbereich

Zudem wird die Universität Bir Zeit bei Ramallah drei Gewinner einer Auszeichnung im Medienbereich bekanntgeben, die nach Abu Akleh benannt ist. Der Tod der bekannten palästinensischen Reporterin, die auch US-Staatsbürgerin war, hatte international Bestürzung ausgelöst. Eine Untersuchung des israelischen Militärs kam zu dem Ergebnis, dass die Schüsse nicht eindeutig zuzuordnen waren, jedoch "sehr wahrscheinlich" versehentlich von einem israelischen Soldaten abgegeben worden waren. Strafrechtliche Ermittlungen sollten nicht eingeleitet werden. Es hatte während des Einsatzes auch ein Feuergefecht mit militanten Palästinensern gegeben.

Der Fernsehsender Al-Jazeera hat den Fall im Dezember vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag gebracht. Er warf Israel vor, die Journalistin und ihre Kollegen "direkt beschossen" zu haben. Die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gestellt werden. Auch die USA hatten Ermittlungen zu dem Fall aufgenommen.

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