APA - Austria Presse Agentur

Papst feierte Dreikönigs-Messe im Petersdom

Mit einer Messe zum Dreikönigstag - liturgisch als Tag der Erscheinung des Herrn bekannt - hat Papst Franziskus am Freitag im Petersdom die Weihnachtsfeierlichkeiten in der römisch-katholischen Kirche abgeschlossen. Der Heilige Vater richtete dabei auch Weihnachtsgrüße an die Ostkirchen, die nach dem alten Julianischen Kalender das Fest der Geburt Christi am morgigen 7. Jänner feiern.

Franziskus erinnerte in seiner Messe an die im Evangelium beschriebenen drei Weisen aus dem Morgenland, mit denen die christliche Glaubensverkündigung begonnen habe. Der Pontifex zitierte auch Worte aus einer Predigt seines verstorbenen Vorgängers Papst Benedikt XVI., der am Donnerstag im Petersdom beigesetzt wurde. Der gebürtige Bayer war am Silvestermorgen im Alter von 95 Jahren im Vatikan gestorben.

Beim Angelus-Gebet rief der Papst die Gläubigen zu Gebeten für die Ukraine auf. "Möge die Geburt des Erlösers dem ukrainischen Volk Trost und Hoffnung spenden und zu konkreten Schritten inspirieren, die ein Ende der Kämpfe und Frieden herbeiführen können", sagte der Papst. Er wünschte den orthodoxen Kirchen alle Gute zu ihrer Weihnacht.

Franziskus rief die Gläubigen auf, der "Apathie oder der Bequemlichkeit" nicht nachzugeben. So warnte er vor den "Verlockungen des Vergnügens" und vor der "Vergötterung des Wohlbefindens".

In Italien wird am 6. Jänner weniger das Dreikönigsfest als vielmehr jenes der Hexe Befana gefeiert. Das Wort ist eine Verballhornung des griechischen Wortes "Epiphanie" (Erscheinung). Bei dem heidnischen Fest geht es um eine knollennasige Hexe, die der Legende nach dem Stern von Bethlehem nicht rechtzeitig gefolgt ist und so den Stall von Bethlehem verfehlte. Noch immer auf der Suche nach dem göttlichen Kind bringt sie deshalb ihre Geschenke in jedes Haus. Die Befana kommt - dem Nikolaus ähnlich - in der Nacht auf den 6. Jänner und hinterlässt den Kindern Geschenke und Süßes.