APA - Austria Presse Agentur

Pariser Orsay-Museum widmet Munch eine große Schau

Mehr als 100 Werke aus einer über 60-jährigen Karriere: Damit will das Pariser Orsay-Museum zeigen, dass sich Edvard Munch (1863-1944) nicht nur auf sein berühmtes Bild "Der Schrei" reduzieren lässt. Wie die Kuratorin Claire Bernardi sagte, wolle man die gesamte künstlerische Entwicklung des norwegischen Malers zeigen, denn die Komplexität seines Schaffens sei weitgehend unbekannt.

Die bis zum 22. Jänner dauernde Ausstellung "Un poème de vie, d'amour et de mort" (Ein Gedicht über Leben, Liebe und Tod) ist in Zusammenarbeit mit dem Munch-Museum in Oslo entstanden. Die Schau verzichtet auf eine chronologische Präsentation und stellt Munchs immer wiederkehrende Motive in den Vordergrund: Einsamkeit, Liebe, Verschwinden und Tod.

Themen, die mit den unterschiedlichen existenziellen Krisen einhergehen, die der Maler und Grafiker durchlitten hat. Ängste, die in den gewundenen Linien seiner Kompositionen - unter anderem Gemälde, Radierungen, Lithographien und Holzschnitte - ebenso zu erahnen sind wie in seinen unruhigen und kräftigen Farben.

Zu den Hauptwerken, die in Paris zu sehen sind, gehören "Vampire", "Melancholie", "Metabolismus. Leben und Tod" sowie "Abend auf der Karl Johans gate". Das Original von Munchs ikonischem "Schrei" ist in Paris zwar nicht zu sehen, dafür aber seine erste Ausführung als Druckversion, eine Lithographie aus dem Jahr 1895.