APA - Austria Presse Agentur

Wird Platter Präsidentschaftskandidat 2022?

Für Tirols schwarzen WK-Präsidenten Christoph Walser wäre LH Günther Platter ein "durchaus geeigneter Bundespräsidentschaftskandidat" - sollte sich Alexander Van der Bellen gegen eine Wiederkandidatur im kommenden Jahr entscheiden.

Die Frage werde sich allerdings "wahrscheinlich nicht stellen", schließlich wolle Platter bei der Landtagswahl 2023 erneut antreten, so Walser im APA-Interview. Auch eine mögliche Hofburg-Kandidatur Platters im Jahr 2028 würde er unterstützen.

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Letzteres wäre dann "die Krönung seiner politischen Karriere". Im Falle einer Wiederkandidatur des 77-jährigen Van der Bellen im kommenden Jahr sollte ihn die Volkspartei unterstützen und keinen eigenen Kandidaten aufstellen, erklärte der 46-jährige Wirtschaftskammerpräsident, Transportunternehmer und Bürgermeister der Gemeinde Thaur. Walser lag damit auf einer Linie mit Platter selbst sowie Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und Oberösterreichs ÖVP-Landeschef Thomas Stelzer, die sich in diesem Fall ebenfalls für den Amtsinhaber aussprachen. "Er hat das durchaus gut gemacht", attestierte Walser dem Staatsoberhaupt.

Walser werden in regelmäßigen Abständen Ambitionen auf den Landeshauptmann-Sessel nach der Ära Platter nachgesagt. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, Platter, der seit 2008 in Tirol regiert, als Landeschef zu beerben, meinte der 46-Jährige: "Momentan ist das kein Thema. Alles andere wird sich in den kommenden Jahren weisen". Es sei jedenfalls "eine Ehre", dass sein Name gelegentlich "in die Richtung" genannt werde. "Wenn die Bevölkerung das will", könne er sich zu einem späteren Zeitpunkt einen Wechsel in die Landespolitik sehr gut vorstellen. Er habe immer gesagt - "und ich stehe dazu" - auf landespolitischer Ebene zur Verfügung zu stehen - auch wenn Günther Platter das wolle. Ob dies etwa auch einen Landesratsposten nach der Landtagswahl 2023 inkludiere, wollte Walser nicht sagen.

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Platter hatte im Frühsommer angekündigt, 2023 noch einmal anzutreten. Im Jahr 2028, nach Ende der Legislaturperiode, stehe er dann allerdings nicht mehr zur Verfügung.