Platzsuche für Minibambini-Kinder in Wien geht weiter

Rund 800 Mädchen und Buben von Standorte-Schließungen betroffen
Die Platzsuche für Kinder, die mit dem Aus der Minibambini-Kindergärten andere Betreuung in Wien erhalten müssen, ist auch am Wochenende auf Hochtouren gelaufen.

Samstag und Sonntag kamen in Summe rund 120 Eltern bzw. Elternteile zur Servicestelle der MA 10. Für ihre Kinder gab es entweder einen neuen Platz ab Montag, oder aber die Eltern erhielten ein anderes für sie "zufriedenstellendes Angebot", hieß es aus dem Büro des zuständigen Stadtrats Christoph Wiederkehr (NEOS).

Bis vergangenen Donnerstag hatte dies für 136 der rund 800 betroffenen Mädchen und Buben gegolten - in etwa so viele waren zuletzt an zwölf Standorten des nach einem Förderstopp wegen finanzieller Ungereimtheiten nun insolventen Betreibers betreut worden. Am Freitag mussten dann Kinder - für etliche Eltern doch überraschend - zum letzten Mal dort abgeholt werden. Über das Wochenende suchten die Erziehungsberechtigten von rund 120 betroffenen Kindern in der MA 10-Servicestelle Hilfe.

Wie viele Mädchen und Buben mit Beginn der Arbeitswoche noch ohne Kindergartenplatz dastehen könnten, war am Sonntag nicht zu beantworten. Seit Bekanntgabe des Förderstopps Ende Februar dürfte sich eine noch unbekannte Anzahl an Erziehungsberechtigten auch ohne Hilfe der Behörden um einen Wechsel in einen anderen Kindergarten gekümmert haben, so ein Sprecher des Stadtrats. Die MA 10 werde in den nächsten Tagen erheben, wie groß der Bedarf nun noch ist.

Für den Fall, dass Eltern die Schließung der Kindergärten noch gar nicht mitbekommen haben und Montagfrüh an "ihrem" Standort eine böse Überraschung erleben, sollen sie dort zumindest per Aushang auf die Helpline hingewiesen werden. Der Masseverwalter sei mit dem Anbringen der Infozettel beauftragt worden, so das Stadtratsbüro zur APA.

Dem Träger war nach der Insolvenz, die in Folge eines Förderstopps nach Kritik des Stadtrechnungshof eingetreten war, am vergangenen Freitag die Bewilligung für den weiteren Betrieb entzogen worden, gleichzeitig startete das Konkursverfahren, und die Eltern waren am Freitag aufgefordert worden, ihre Sprösslinge im Lauf des Tages abzuholen. Ein APA-Lokalaugenschein hatte gezeigt, dass etliche Mütter und Väter vom Aus überrascht waren. Aus dem Stadtrat-Büro hieß es dazu schon mehrfach, die Betreiber hätten Betroffenen unter anderem in Elternbriefen praktisch bis zuletzt versichert, sie müssten sich um den Kindergartenplatz trotz allem keine Sorgen machen.

(S E R V I C E - Helpline unter der Wiener Telefonnummer 90-500-20 am Wochenende zwischen 9.00 und 16.00 Uhr erreichbar)

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