APA - Austria Presse Agentur

Preis der Literaturhäuser geht an Fiston Mwanza Mujila

Der diesjährige Preis der Literaturhäuser geht an Fiston Mwanza Mujila. Der 1981 in Lubumbashi (Kongo) geborene und seit Jahren in Graz lebende Autor erhält die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung am 22. März auf der Leipziger Buchmesse, teilte das Netzwerk Literaturhäuser am Dienstag mit. Seine Texte seien "durchzogen von Rhythmus und Musik", hieß es in der Begründung.

Hervorgehoben wurden besonders die Bühnenauftritte von Mujila: "Er liest seine Texte, er lebt sie - schreit, ruft, lamentiert, flüstert oder singt. Zugleich gibt er klug und zugewandt Auskunft über sein Schreiben, sucht das Gespräch und den Austausch - und vermag das Publikum in kurzer Zeit für sich zu gewinnen." Bereits für seinen 2016 veröffentlichten Debütroman "Tram 83" wurde der Schriftsteller vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erschienen 2022 der Roman "Tanz der Teufel" sowie sein Gedichtband "Kasala für meinen Kaku".

Erstmals wird heuer auch ein Sonderpreis verliehen: Dieser geht an die 1971 geborene Slawistin und Übersetzerin Claudia Dathe für "ihre herausragenden Übersetzungen aus dem Russischen und Ukrainischen", darunter Werke von Serhij Zhadan, Yevgenia Belorusets oder Tanja Maljartschuk. Vor allem aber habe sich Dathe mit ihrer "ebenso kenntnisreichen wie engagierten Vermittlung der ukrainischen Kultur, insbesondere der Literatur, im gesamten deutschsprachigen Raum" verdient gemacht. Wann der mit 7.500 Euro dotierte Preis verliehen wird, steht noch nicht fest.

Die Literaturhäuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich im Netzwerk der Literaturhäuser organisieren, verleihen die Auszeichnung seit 2002. Neben dem Preisgeld ist damit auch eine Lesereise durch die Literaturhäuser des Netzwerks verbunden. Zu den bisher ausgezeichneten Autorinnen und Autoren gehören etwa Bodo Hell, Ilija Trojanow, Nicolas Mahler oder Marlene Streeruwitz.

(S E R V I C E - www.literaturhaus.net)