APA - Austria Presse Agentur

Pro-EU-Parteien sprechen sich in 60 Wahlkreisen ab

Vor der Parlamentswahl in Großbritannien haben die proeuropäischen Liberaldemokraten ein Bündnis mit zwei anderen Parteien geschlossen. In 60 Wahlkreisen in England und Wales wollen sich LibDems, Grüne und die walisische Plaid Cymru nicht gegenseitig Konkurrenz machen, wie die Parteien am Donnerstag mitteilten.

Vielmehr wollen sie bei der Abstimmung am 12. Dezember gemeinsam den Pro-EU-Kandidaten unterstützen, dem jeweils die besten Chancen gegen die großen Parteien - die Konservativen und Labour - eingeräumt werden. Insgesamt gibt es 650 Wahlreise.

Die Liberaldemokraten setzen sich vehement für einen Verbleib ("Remain") in der EU ein und wollen ein zweites Referendum erreichen. Ein Wahlpakt gilt als einzige Chance für Swinson, den großen Parteien Paroli zu bieten. Das britische Mehrheitswahlrecht sieht nur Direktmandate vor. In jedem Wahlkreis gewinnt der Kandidat mit den meisten Stimmen. Alle andere Stimmen verfallen.

"Dies ist ein bedeutender Moment für alle Menschen, die "Remain"-Kandidaten unterstützen wollen", sagte LibDem-Chefin Jo Swinson, die Premierministerin werden will. Sie hat angekündigt, weder mit den Konservativen noch mit Labour koalieren zu wollen.

Unterstützt wird der Wahlpakt von der überparteilichen Initiative Unite to Remain. "Dies ist eine Brexit-Wahl, und ein Verbleib in der EU ist möglich - dies ist ein entscheidender Moment", sagte die Vorsitzende der Initiative, Heidi Allen. Parteipolitik werde beiseite gelassen, um gemeinsam den "Remain"-Kandidaten Rückenwind zu geben. Labour sei nicht Teil der Allianz. Die Sozialdemokraten seien nicht einheitlich für den Verbleib in der EU, sondern wollten selbst einen Brexit-Vertrag aushandeln, sagte Allen dem Sender BBC Radio 4.

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