Prozess in Linz gegen vier mutmaßliche IS-Sympathisanten

Für den IS-Prozess in Linz gelten erhöhte Sicherheitsvorschriften
Vier mutmaßliche IS-Sympathisanten stehen am Donnerstag in Linz vor Gericht.

Drei Burschen im Alter von 16, 17 und 19 Jahren sowie eine 19-Jährige sollen in einer Chatgruppe einschlägiges Material geteilt und im Wohnzimmer eine private Moschee mit IS-Dekor eingerichtet haben. Die Teenager müssen sich wegen der Verbrechen der terroristischen Vereinigung und der kriminellen Organisation verantworten. Der Prozess findet unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Im Herbst 2023 war im Bezirk Linz-Land eine zehnköpfige radikal-islamistische Gruppe zerschlagen worden, der neun Männer und eine Frau im Alter von 15 bis 23 Jahren angehört haben sollen. Wie die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) damals berichtete, sollen sie sich für die Terrororganisationen "Islamischer Staat" (IS) und "Emirat Kaukasus" engagiert haben. Ein Mitglied wurde bereits in St. Pölten zu zwei Jahren teilbedingt verurteilt. Von den vier in Linz Angeklagten drohen dem 16- und dem 17-Jährigen Freiheitsstrafen von jeweils bis zu fünf Jahren, dem 19-Jährigen zwischen einem und zehn Jahren. Die Frau ist in Untersuchungshaft. Sie hat bereits eine einschlägige Vorstrafe. Gegen die restlichen Verdächtigen wird noch ermittelt.

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