Prozess nach Bränden von Lokalen auf Wiener Donauinsel

Enormer Schaden an den Lokalen nach dem Brandanschlag
Nach einer Brandserie auf Lokale der "Sunken City" auf der Wiener Donauinsel wird am Mittwoch am Landesgericht gegen einen 46-Jährigen verhandelt.

Er soll am 16. März 2023 mit einer entzündlichen Flüssigkeit getränkte Tücher vor die Türe eines Lokals gelegt und diese in Brand gesteckt haben, ehe er am 12. Jänner 2024 den "Sansigarden" abfackelte. Dabei soll er die Wände mit einer brennbaren Flüssigkeit beschmiert und das Lokal dann angezündet haben. Schaden: 200.000 Euro.

Brandstifter sei nicht zurechnungsfähig

Laut einem psychiatrischen Gutachten ist der Mann infolge einer Persönlichkeitsentwicklung nicht zurechnungsfähig und damit nicht schuldfähig. Er muss sich damit nicht wegen Brandstiftung vor einem Schöffensenat verantworten, die Staatsanwaltschaft hat seine Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum im Sinn des §21 Absatz 1 StGB beantragt.

Auf die Spur des 46-Jährigen war die Polizei nach der Auswertung und dem Abgleich von Videomaterial aus Überwachungskameras gekommen. Der Verdacht, der Mann könnte bereits für zeitlich länger zurückliegende Brände am "Sunken City"-Gelände verantwortlich gewesen sein, ließ sich im Zuge der polizeilichen Ermittlungen nicht mit der für ein Strafverfahren erforderlichen Sicherheit nachweisen.

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